BMW rauscht in die roten Zahlen - Verlust schlimmer als befürchtet

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Abiturende, Bekanntgabe der Noten
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So sehen Stolz und Erleichterung aus: Victoria Gratz, Lennox Roll, Marie Englmeier und Louisa Greiner wissen seit Freitag, wie die Gesamtnote aussieht.

600 Schüler haben es hinter sich

Abi-Noten in Corona-Zeiten: Trotz allem auf Anhieb 18 glatte Einser

Bis auf die mündlichen Nachprüfungen stehen die Noten fest: Für die fast600 Abiturienten des Jahrgangs 2020 ist das Schlimmste vorbei. Coronabedingt fallen die Zeugnisübergaben Mitte Juli unterschiedlich aus – aber nirgends wie in den vergangenen Jahren.

Landkreis – Ein besonderer Jahrgang ist es in jedem Fall: Mit wenigen Ausnahmen haben die Abiturienten im Fünfseenland ihre Noten und das Abitur bestanden. Einige gehen nächste Woche noch in mündliche Prüfungen. Die Corona-Krise hat die Noten nicht verschlechtert, ganz im Gegenteil. Eine Übersicht aller Gymnasien.

128 waren angetreten, 117 Gymnasiasten des Gilchinger Christoph-Probst-Gymnasiums konnten am Freitag jubeln: Sie haben ihr Abitur bestanden. „Elf müssen noch in die Nachprüfung“, berichtet Schulleiter Peter Meyer. Die Note 1,0 durfte er heuer gleich viermal vergeben, an zwei junge Frauen und zwei Burschen. 18 Abiturienten schafften einen Durchschnitt bis zu 1,5, eine Eins vor dem Komma haben insgesamt 40.

Kein Gruppenfoto zum Abschied

Gefeiert wird am 17. Juli in der Aula. Und zwar in fünf Gruppen, von 14 bis 21 Uhr. „Ein Foto mit allen Abiturienten wird es in diesem Jahr nicht geben. Aber ich bin froh, dass sich die Schüler ihre Zeugnisse wenigstens nicht im Sekretariat abholen müssen“, sagt Meyer. Jeder Abiturient darf drei Gäste mitbringen, zwischen den Gruppen wird geputzt und gelüftet. Während die Rede der Abiturienten per Video aufgezeichnet und eingespielt wird, hält Meyer seine fünf Mal. „Danach kann ich sie auswendig.“

Von den 108 Abiturienten des Otto-von-Taube-Gymnasiums in Gauting hat mehr als die Hälfte eine Eins vor dem Komma – und das vor den mündlichen Zusatzprüfungen, zu denen freiwillig wahrscheinlich weit mehr antreten werden als die Handvoll Schüler, die ohnehin muss, um das Abi zu bestehen. „Die zusätzliche Lernzeit haben insbesondere die Fleißigen gut genutzt“, sagt Direktorin Sylke Wischnevsky.

Gleich sechs glatte Einser am Otto-von-Taube-Gymnasium

Nach aktuellem Stand hat bereits ein halbes Dutzend eine glatte 1,0 als Gesamtnote hingelegt, womit die Schule im Schnitt der Vorjahre liegt. „Aber dabei wird es nicht bleiben“, sagt Wischnevsky. Wegen der Zusatz- und Ersatzprüfungen stehe die endgültige Zahl erst in etwa zwei Wochen fest. Wie angesichts der Schülerzahlen und der Beschränkungen für Feiern drinnen die Zeugnisübergabe gestaltet wird, ist noch in der Diskussion. Wahrscheinlich wird es eine Übergabe „mit festlichen Elementen“, sagt Wischnevsky.

Bester Jahrgang in 18 Jahren am Gymnasium Starnberg

Den besten Jahrgang in seinen 18 Jahren Amtszeit als Leiter des Gymnasiums Starnberg wird Josef Parsch am 17. Juli verabschieden – in fünf Gruppen mit je rund 50 Personen, damit auch die Eltern dabei sein können, und in jeweils knapp halbstündigen Zeremonien in der Schule. Dreimal 1,0 gab es heuer, 40 Prozent der 87 Abiturienten haben eine Eins vorm Komma. „Das hatten wir noch nie“, sagt Parsch nicht ohne Stolz. Über die Gründe könne man nur spekulieren: Drei Wochen mehr Zeit zum Lernen, Wegfall einiger Prüfungen in Nicht-Abiturfächern – es gibt einige Erklärungsmöglichkeiten.

„Leichter war es in jedem Fall nicht“, erklärt der Schulleiter. Für die Zeugnisübergabe in Gruppen hatte sich das Gymnasium entscheiden, da eine Oper-Air-Feier zu sehr vom Wetter abhängig ist. Die Gruppen sind nach Fächern gebildet. Große Reden gibt es nicht, wohl aber viel zu lesen: Die Schule hat eine Festschrift zusammengestellt mit Abschiedsworten der Lehrer, Grußworten von Bürgermeister, Landrat und Elternbeirat, mit der Rede Parschs und der Rede der Schüler (statt einer Abirede). Einen Abiball gibt es nicht.

Zeugnisverleihung in der Turnhalle

Besonders gut lief es heuer auch am Ammersee-Gymnasium in Dießen. Drei der 84 zum Abitur angetretenen Schüler haben eine 1,0 auf ihrem Abi-Zeugnis stehen, alle drei Mädchen. Drei Einser-Abiturientinnen seien „bei unserer Schulgröße eher selten“, sagt Schulleiter Alfred Lippl.

Die Verleihung der Zeugnisse am 17. Juli in der mehr als 800 Quadratmeter großen Sporthalle wird ohne Eltern stattfinden, das haben die Abiturienten „mit deutlicher Mehrheit“ von 75 Prozent so beschlossen, teils zum Unmut mancher Eltern. Den Schülern sei es wichtiger gewesen, sich als ganzer Abschlussjahrgang noch einmal zu sehen.

In vier Gruppen von je etwa 20 Schülern bekamen am Freitag auch die 85 Abiturienten des Landschulheims Kempfenhausen ihre Noten. Wie im Vorjahr hat davon ein Schüler die 1,0 erreicht, neun müssen in die Nachprüfung. Ob und falls ja wie die Schüler einen Abi-Ball organisieren, kann Schulleiter Elmar Beyersdörfer nicht sagen, da das in den Händen der Absolventen liegt. An der Ausgestaltung der Übergabe der Zeugnisse feilt der Direktor noch. Wahrscheinlich laufe es auf eine Feier verteilt auf zwei Turnhallen hinaus. Unklar ist auch, was mit der Verwandtschaft ist. „Also ich hätte die Eltern gerne dabei“, sagt Beyersdörfer. Das genaue Konzept müsse er aber noch mit den Oberstufensprechern ausarbeiten.

Abschied unter freiem Himmel

Wie in Kempfenhausen bekamen auch die 94 Schüler, die heuer am Gymnasium Tutzing ihr Abitur abgelegt haben, ihre Noten in Gruppen von je etwa 20. Nach der Bücherrückgabe ging es dafür mit Abstand und Einbahnregelung in die Mensa. Eine Schülerin bestand mit 1,0. Glatte Einser „haben wir nicht jedes Jahr“, freut sich Direktor Andreas Thalmaier.

Die Verleihung der Abi-Zeugnisse soll in Tutzing unter freiem Himmel stattfinden, ohne Eltern und Verwandte. Für die Abiturienten sei es ein Glück, dass sie weniger als 100 sind und daher gemeinsam draußen feiern dürfen, sagt Thalmaier. Das wollen sie gleich zwischen Schule und See im Bleicherpark an Biertischen, an denen je zwei von ihnen Platz finden.. Zwar ist die Genehmigung seitens der Gemeinde noch nicht erteilt, Thalmaier ist aber zuversichtlich. Je nach Wetterlage könne die Zeugnisverleihung daher noch vom 17. auf den 18. oder 19. Juli verschoben werden.

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