Der Widerstand gegen den Verkauf der Albers-Villa durch das Finanzministerium wächst, auch aus den Reihen der CSU. Foto: Jaksch

Albers-Villa-Verkauf: Widerstand in CSU wächst

Garatshausen - Der Widerstand gegen den vom bayerischen Finanzministerium beabsichtigten Verkauf der Hans-Albers-Villa wächst. Auch in den Reihen der Regierungspartei CSU mehren sich kritische Stimmen.

Die vom Kulturvefrein Garatshausen eingereicht Petition an den Landtag hat die unterstützung der CSU-Abgeordneten Ursula Männle gefunden. Sie weist darauf hin, dass dem Staat das Grundstück überlassen worden sei, damit es der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werde. Zudem gebe es in Artikel 141 der Bayerischen Verfassung den klaren Auftrag, die Seeufer öffentlich zugänglich zu machen. „Das berücksichtigt man nicht“, so kommentiert die CSU-Politikerin kritisch die Verkaufspläne durchs Finanzministerium. Sie glaubt zudem Ungerechtigkeiten gegenüber der Behandlung von Privateigentümer zu erkennen. „Es sind schon sehr viele Sünden passiert“, sagt Männle zur Situation an den Seeufern.

Vor einem Monat hatte bereits die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag im Landtag eingebracht, mit dem sie die Staatsregierung auffordert, die betreffenden Verkaufsbemühungen einzustellen und in Abstimmung mit der Gemeinde Feldafing nach einer Nutzung „zum Wohle der Allgemeinheit“ zu suchen. Dass auch aus der CSU gewichtige Stimmen für die Öffnung der Albers-Villa plädieren - wie zum Beispiel Landrat Karl Roth -, fällt auf, nachdem das CSU-geführte Finanzministerium bisher keine Neigung erkennen ließ, von seinen Verkaufsplänen abzukommen.

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