Aldi bringt Arbeitsplätze und Aufträge

Gilching - Die Diskussion um die Ansiedlung des Aldi-Logistikzentrums am Gilchinger Gewerbegebiet Süd nimmt an Schärfe zu. Die örtliche FDP hat sich jetzt klar zu Aldi bekannt.

Selten hat in jüngster Zeit in Gilching ein Thema für so viel Gesprächstoff gesorgt wie die geplante Ansiedlung von Aldi Süd. Wie berichtet, will das Logistikzentrum innerhalb der nächsten Jahre von Eichenau nach Gilching Süd umziehen. Beim Bäcker, beim Metzger und auf der Straße diskutieren die Bürger die Vor- und Nachteile. Auf dem Spiel stehen mindestens 500 000 Euro Gewerbesteuer. Dazu kommen 200 Arbeitsplätze und während der Bauphase Arbeit fürs örtliche Handwerk.

„Für mindestens ein Jahr sind 100 Menschen am Bau beschäftigt“, erklärt Michael Klöter, Leiter der Filialentwicklung bei Aldi. Während Eichenaus Bürgermeister verzweifelt um den Verbleib von Aldi kämpft, hat das Unternehmen beim Gewerbegebiet Gilching SÜD ein 125 000 Quadratmeter großes Grundstück gekauft. Von diesem Standort aus sollen künftig 37 Aldi-Filialen, davon 15 in München, beliefert werden. Den Vorwurf der Verkehrsmehrung eines Gilchinger Gemeinderats konterte Klöter mit der Feststellung: „Es fahren täglich 15 000 Fahrzeuge am Gewerbegebiet SÜD vorbei. Fallen da unsere 200 Fahrbewegungen wirklich ins Gewicht?“

Während sich die Ratsmitglieder in Gilching bedeckt halten, hat Stefan Hartmann (FDP) bereits pro Aldi Stellung bezogen. In einer Presseerklärung verwies er unter anderem darauf, dass der geplante 49 000 Quadratmeter große Gebäudekomplex lediglich sechs Meter hoch und somit von der Staatsstraße 2069 nicht einsehbar sei. Da auch die direkte Anbindung an die Autobahn da ist, gebe es keinen zusätzlichen Verkehr durch den Ort. Nach Meinung Hartmanns seien es im Gemeinderat lediglich ideologische und personelle Gründe, die gegen eine Ansiedlung von Aldi sprechen. „Dies auf dem Rücken von Gilching auszutragen, halte ich für unverantwortlich“, betont Hartmann. Zumal Aldi „mit Sicherheit kommt“, auch wenn sich Gilching dagegen entscheidet. „Dann macht es Gauting eben alleine und kassiert auch die Gewerbesteuer alleine. Wir aber geben leichtfertig die Planungshoheit ab.“ Pro Aldi spricht laut Hartmann außerdem, dass es sich bei dem Projekt um ein Logistikzentrum handelt, so dass es den örtlichen Einzelhandel nicht betrifft. „Ich empfehle, sich schnellstmöglich und noch vor dem Bauantrag von einem Fachanwalt beraten zu lassen.“

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