Asylbewerber

Traglufthalle in der Schwebe

Landkreis - Der Landkreis Starnberg hat in den vergangenen keine neuen Flüchtlinge aufnehmen müssen. Die Zahl ist dennoch gestiegen.

Die Zahl der Flüchtlinge und Asylbewerber ist im April leicht angestiegen, obwohl der Landkreis keine Zuweisungen mehr von der Regierung von Oberbayern bekommt. Dass es trotzdem mehr geworden sind, liegt an Familienzusammenführungen oder an minderjährigen Flüchtlingen, die im Landkreis untergebracht werden. Wie sich die Lage weiter entwickeln wird, weiß das Landratsamt nicht – dass wieder jede Woche eine bestimmte Zahl an Flüchtlingen unterzubringen ist, scheint derzeit zumindest für die nächsten Wochen unwahrscheinlich. Kreissprecher Stefan Diebl zufolge meldet das Landratsamt lediglich freie Plätze, damit Menschen, die bereits sechs Monate in einer Erstaufnahmeeinrichtung wie der Bayernkaserne in München leben, in eine bessere Unterkunft umziehen können.

Bei den Unterkünften bleibt der Kreis seiner Linie treu, auch wenn es weniger Containeranlagen werden als noch vor einem halben Jahr geplant (wir berichteten). Sicher ist, dass neben Krailling und Seefeld (beide fertig) und Weßling (im Bau) noch eine Anlage in Gilching gebaut wird. Zwei weitere sind noch in diesem Jahr geplant, eine davon wohl in Wörthsee. Wohin die sechste kommt, ist offen. Ein möglicher Standort ist nahe des Sportplatzes in Percha.

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Die Zukunft der seit Monaten ungenutzten Traglufthalle auf dem Festplatz in Gilching ist weiter in der Schwebe. Wie berichtet, hatte sich der Kreis wegen diverser Mängel an der Halle und vor allem deren Sanitäranlagen geweigert, den Bau zu übernehmen und dafür zu zahlen. Derzeit fährt das Landratsamt eine Doppelstrategie: Einerseits prüft es laut Diebl eine Reihe von Unterlagen, die der Betreiber als Belege für die Erfüllung der Vorgaben für die Halle vorgelegt hat. Das könnte zur Übernahme durch den Landkreis führen. Parallel verhandelt der Kreis jedoch über einen Ausstieg aus dem Vertrag – dann würde die Halle wieder abgebaut.

Größte Gruppe unter den Asylbewerbern sind nach wie vor die Afghanen (811). Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien sind es 201. 

Rubriklistenbild: © Andrea Jaksch

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