Autobahnausbau ausgebremst

Oberpfaffenhofen - Das Verfahren um den sechsspurigen Ausbau der A 96 zwischen Germering und Oberpfaffenhofen verzögert sich. Ursache sind die zahlreichen Einwendungen.

Der Ausbau der Lindauer Autobahn ist aus Sicht von Germering vor allem wegen des damit einhergehenden zusätzlichen Lärmschutzes relevant. Der konnte nur gefordert werden, weil die A 96 erweitert wird. Rüdiger Hanke von der Autobahndirektion Südbayern stellte die Pläne vor einem halben Jahr vor: eine bayernweit einzigartige Galerie-Lösung, bei der die nördlichen drei Spuren der Autobahn von einem Halbtunnel bedeckt werden, der nach Süden hin offen ist, sollten optimalen Lärmschutz bringen. Hanke forderte die Bürger damals dazu auf, im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens ausführlich Stellung zu nehmen. Gleichzeitig kündigte er an, dass der nächste Schritt im Verfahren, die öffentliche Erörterung, wohl noch im Herbst 2012 stattfinden werde. Danach komme der Planfeststellungsbeschluss, der gleichbedeutend mit einer Bauerlaubnis sei.

Dieser Zeitplan wurde etwas durcheinandergewirbelt - auch, weil viele Germeringer der Aufforderung Hankes gefolgt sind und detailliert Stellung genommen haben. Unter anderem forderten vom Autobahnlärm betroffene Anwohner eine Verlängerung des Halbtunnels, um auch die oberen Stockwerke der westlichen Hochhäuser an der Kerschensteinerstraße in Germering zu schützen. Auch eine Änderung der Pläne für einen erweiterten Lastwagen-Parkplatz auf Höhe des Golfplatzes wurde eingefordert.

Sämtliche Stellungnahmen wurden von der Regierung von Oberbayern zur Prüfung an die Autobahndirektion Südbayern weitergeleitet, teilte die zuständige Sachbearbeiterin Stephanie Steinebach mit. Erst wenn dies geschehen sei, könne die Münchner Behörde einen Termin für das Erörterungsverfahren festlegen. Dies könne zwei, vier oder sechs Monate dauern, meinte sie.

Ganz so lange brauchen die Autobahnbauer dann aber doch nicht mehr. Sprecher Josef Seebacher meinte zwar auch, dass es wegen der Masse an Einwänden zu Verzögerungen komme. Allerdings werde mit Hochdruck daran gearbeitet: „Im Frühjahr, zwischen März und Mai, sind wir fertig.“ Dann liege es an der Regierung, ob die mit der Prüfung einverstanden sei, und das Erörterungsverfahren ansetze.

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