Stau auf der Hanfelder Straße in Starnberg und mittendrin steckt der Schneepflug fest. Foto: svj

Schneeschauer narren Räumdienst

Landkreis Starnberg - Der Winter hat das Fünfseenland in seinem frostigen Griff. Am Dienstag war die Heimfahrt vom Arbeitsplatz eine einzige Geduldsprobe. Zeitweise kam der Verkehr zum Erliegen.

Für den Winterdienst von Autobahndirektion und Straßenmeisterei waren die Einsätze am Dienstag kein Zuckerschlecken. Nicht wegen der hämischen bis boshaften Kommentare verärgerter Verkehrsteilnehmer auf den einschlägigen Foren im Internet. „Das lesen wir gar nicht“, sagt dazu der zuständige Abteilungsleiter beim Staatlichen Bauamt Weilheim, Christian Probst.

Für die Fahrer von Schneepflügen und Streufahrzeugen waren nicht die Verkehrsteilnehmer das Problem. Es war ausschließlich das Wetter, sagt Albert Zach, Leiter der Autobahnmeisterei Starnberg: „Wir hatten keinen anhaltenden, gleichmäßigen Schneefall, sondern mehrere unterschiedlich starke Schneeschauer, mal hier mal dort. Das hat die Einsatzplanung erheblich erschwert.“ Und dann steckten zwei Räumfahrzeuge im Berufsverkehr für geraume Zeit auf dem Starnberger Ast der A 95 fest. Wegen der überlasteten Ortsdurchfahrt der Kreisstadt hatte sich die Blechlawine bis Wangen hinauf zurückgestaut - mittendrin die beiden Schneeräumer der Autobahnmeisterei. Die hatte insgesamt vier Fahrzeuge im nördlichen Bereich der A95 und zwei weitere Fahrzeuge des Standorts Großweil im südlichen Teilstück im Einsatz.

In Starnberg steckten zeitweise auch Schneepflüge des städtischen Betriebshofs fest. Zum Beispiel auf der Hanfelder Straße, auf der wegen liegengebliebener Autos am frühen Abend nichts vorwärts ging. Auch der so genannte Seufzerberg war um 18 Uhr herum nicht passierbar, weil die Antriebsräder von zwei Pkw und einem Linienbus auf dem eisigen Untergrund nicht weiterkamen.

Die Straßenmeisterei Gilching hatte zehn Räumfahrzeuge am Dienstag im Landkreis Starnberg im Einsatz - vier eigene und sechs angemietete. Bis 13 Uhr war alles „schwarz geräumt“, teilt Christian Probst mit. Ab 14.30 Uhr waren die beiden eigens für die Radwege abgestellten Räumer wieder unterwegs. Um 16.40 Uhr schrillten die Alarmglocken für die anderen acht Schneepflüge. Sie kamen erst nach 23 Uhr wieder zurück ins Depot.

Die Starnberger Polizei berichtet von erheblichen Verkehrsbehinderungen, vor allem auf der Weilheimer und der Hanfelder Straße mit Auswirkungen auf die Zufahrtstraßen. Betroffen war auch das Ostufer zwischen Berg und Percha. Bis zu eineinhalb Stunden dauerte die Fahrt von dort bis Starnberg. Behinderungen gab es auch auf der B 2 bei Wieling und Obertraubing. Vier Unfälle registrierte die Polizei. Personen kamen dabei nicht zu Schaden. „Die Verkehrsituation normalisierte sich ab 20 Uhr wieder“, berichtet Polizeihauptkommissar Johannes Bauer.

Reichlich Blech wurde am späten Nachmittag auf der Staatsstraße 2068 zwischen Gilching und Oberpfaffenhofen verbeult. Bei zwei Auffahrunfällen auf schneeglatter Fahrbahn entstand Sachschaden in Höhe von 11 500 Euro.

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