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74166 Tonnen Abfall produzierten die Landkreisbürger im Jahr 2016.

Abfallwirtschaftsverband

Alles gut trotz weniger Gebühren

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Der Abfallwirtschaftsverband Starnberg (AWISTA) steht finanziell gut da – trotz der Gebührensenkung vergangenes Jahr.

Landkreis – Die Jahresrechnung für 2016 schließt mit einem Fehlbetrag von knapp 180 000 Euro, bei liquiden Mitteln des Verbands von 10 Millionen Euro. Insgesamt beträgt die Bilanzsumme des AWISTA für 2016 knapp 17 Millionen Euro. Der Jahresabschluss war gestern Thema in der AWISTA-Verbandsversammlung.

Bei den Umsatzerlösen verzeichnet der AWISTA einen Rückgang von 65 000 Euro. Die um fünf Prozent gesunkenen Gebühreneinnahmen – 560 000 Euro – konnten auch durch die Vermarktungserlöse aufgefangen werden, berichtete Wirtschaftsprüfer Urban. Die Personalkosten stiegen um 53 000 Euro auf 2 678 000 Euro, 102 Mitarbeiter waren 2016 beim AWISTA beschäftigt, neun mehr als im Vorjahr.

Als Verband darf der AWISTA nur so viel Erlös erwirtschaften, wie er braucht. Das animierte Grünen-Verbandsrat Gerd Mulert zu einer Nachfrage: Sollte man das Plus nicht schneller ausgleichen? „Das Jahresergebnis ist fast ausgeglichen.“ Das lehnte Geschäftsführer Peter Wiedemann ab. „Wir brauchen Luft zum Atmen und müssen in der Zukunft investieren.“ Die Grüngutanlage in Hadort sei an ihrer Grenze. 2016 wurden dort 13 510 Tonnen angeliefert. Dort müsse man erweitern oder eine andere Lösung finden. „Deshalb bitte keine Gebührendiskussion.“

Verbandsvorsitzender Landrat Karl Roth stellte fest: „Was wir den Bürgern bieten, zu diesem Preis so viel Service.“ Die tun aber auch was, wie Wiedemann sagte: „77 Prozent des Gesamtabfallmenge im Landkreis werden einer Verwertung zugeführt. Das ist ein Erfolg, den unsere Bürger über Jahre hinweg erarbeitet haben.“ 2016 betrug die Gesamtabfallmenge im Landkreis 74 166 Tonnen, 1367 mehr als im Vorjahr.

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