Neue Regelung

AWISTA scharf auf Fleisch

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Landkreis Starnberg - 20 Prozent der 34 000  Grundstücke im Landkreis sind noch ohne Biotonne. Diese rund 8500 Grundstückseigner erhalten bald Post vom Abfallwirtschaftsverband und eine braune Tonne – dann sind alle Haushalte zum Biomüllsammeln verpflichtet.

Seit den 1990er Jahren wird im Landkreis Starnberg Biomüll eingesammelt und verwertet. Neu ist nun, dass dies seit vergangenem Jahr gesetzlich vorgeschrieben ist, und neu ist auch, dass sämtliche organischen Abfälle in die braune Biotonne sollen. Also auch Speiseabfälle, Fleisch- und Wurstreste und eben alles, was irgendwann einmal gewachsen ist. Der Biomüll wird nicht mehr wie früher kompostiert – das ginge auch gar nicht mit den Fleischabfällen. Er wird laut AWISTA in einer Münchner Biogasanlage vergoren, das Gas wird zu Strom und der Rest kompostiert.

Noch ist die Pflicht zum Biomüllsammeln nicht in der AWISTA-Satzung festgeschrieben. Das soll erst geschehen, wenn alle Haushalte ausgerüstet sind, sagte AWISTA-Chef Peter Wiedemann in der Verbandssitzung am Mittwoch. Und dann, ergänzt AWISTA-Sprecher Matthias Rackwitz, rede man von einer Ordnungswidrigkeit, falls nicht ordentlich getrennt werde.

Sogar wer seinen Biomüll selbst kompostiert, kommt um die braune Tonne nicht herum. „Bis auf wenige Ausnahmen bekommen diese Haushalte trotzdem eine Biotonne“, sagt Rackwitz. „Fleischabfälle kann man nicht im Garten kompostieren.“ Beschwerden habe es noch keine gegeben.

Rackwitz betont, dass es im Landkreis keine Müllpolizei gebe. Doch die vom AWISTA beauftragten Unternehmen sind angehalten, Müll stehenzulassen, der sich offensichtlich in einer falschen Tonne befindet oder falsch getrennt wurde. „Eine Restmülltonne voller Bauschutt zum Beispiel oder eine Biotonne voller Restmüll – das kommt immer wieder mal vor.“ Bußgelder seien bislang nicht verhängt worden, doch prinzipiell sei das möglich.

Grundsätzlich appelliert der AWISTA an seine rund 34 000 Kunden im Landkreis, sich an die Mülltrennungsvorgaben zu halten. „Nur dann funktioniert die Weiterverwertung“, unterstreicht Rackwitz. Wenn die gut läuft, haben auch die Bürger etwas davon. Gerade hat der AWISTA die Gebühren um rund fünf Prozent reduziert (wir berichteten).

Die Leerung des Biomülls verläuft wie gehabt: im zweiwöchigen Rhythmus, im Sommer jede Woche. Wer es eklig findet, Fleisch in die braune Tonne zu werfen, dem empfiehlt Rackwitz Zeitungspapier: „Wenn Sie das Gefühl haben, dass sich Gerüche bilden, wickeln Sie die Sachen ein. Und lassen Sie die Tonne nicht in der prallen Sonne stehen.“

Wenn konsequent getrennt wird, reduziert sich der Restmüll immer mehr. Von den Dingen des täglichen Gebrauchs kommen nur noch Asche, Windeln, Zigarettenkippen und Staubsaugerbeutel dort hinein. Alles andere wird weiterverwertet. Details gibt es auf der AWISTA-Homepage: www.awista-starnberg.de.

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