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Überlebensgroß ist die Bronzestatue von Kaiserin Elisabeth, die jetzt den Platz vor dem Bahnhof in Possenhofen schmückt.

Statue enthüllt

Sisi als bronzener Hingucker

Possenhofen - Possenhofen hat einen Hingucker: Überlebensgroß steht Kaiserin Elisabeth auf dem Rondell vor dem Bahnhof. In Bronze gegossen.

Aufrecht, energisch, gertenschlank und in einem ihrer schicken Kleider schaut sie gen See und Schloss Possenhofen. Sisi ist wieder zurück. Der Festakt auf dem komplett umgestalteten Platz zog nicht nur viele Pöckinger, sondern auch Prominenz und Presse an.

Bürgermeister Rainer Schnitzler sieht das neue, „wichtige Entrée“ für den Ort auch als Treffpunkt und Ruhebank an: 360.000 Euro ließ sich die Gemeinde den geteerten Platz kosten, in dessen Mitte das Rondell aus Pflastersteinen mit der Figur steht. Das Ensemble geht auf die Initiative von Rosemarie Mann-Stein zurück, die das Museum ehrenamtlich leitet.

Dem voraus ging eine längere Verhandlung mit dem Künstler: Jozek Nowak, gebürtiger Pole und seit 1994 in Pöcking, hat eine Mischung aus traditioneller Statue und leiser Vereinfachung gefunden. Mann-Stein deutete an, dass es nicht ganz einfach gewesen war, die verschiedenen Vorstellungen über das Sisi-Bild zu vereinen. Nowak pflegt normalerweise reduzierter zu arbeiten. Sissi hat sehr realistisch und fein ausgeformte Gesichtszüge, die Robe zeigt dagegen deutlicher die Bearbeitungsspuren: Die Holzformen entstehen mit der Motorsäge und dem Beil, für Pöcking wurde die 150-Kilogramm-Figur in Bronze gegossen und grau patiniert.

Sisi-Statue in Possenhofen enthüllt

Bronzener Hingucker: Sisi-Statue enthült

Bronzener Hingucker: Sisi-Statue enthült

Das Pflaster des Sockels soll ein Rosenmotiv andeuten. Zweieinhalb Jahre hatte die Gemeinde mit der Realisierung warten müssen, bis die Bahn den Bahnhof barrierefrei umgebaut hatte. Ob das Ergebnis Sisi gefallen würde? „Wahrscheinlich hätte sie auf den Aufzug verzichtet“, mutmaßte der Bürgermeister über die sportliche Kaiserin.

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