Bahnhofstraße wird verkehrsberuhigt

Herrsching - Auf der Bahnhofstraße in Herrsching sollen in Zukunft Radfahrer und Fußgänger den Ton angeben. Doch wann die geplante Verkehrsberuhigung erfolgt, steht noch in den Sternen. Das Geld dazu fehlt.

Mit der knappen Mehrheit von vier zu drei Stimmen hat der Herrschinger Bauausschuss das Verkehrskonzept für die Bahnhofstraße verabschiedet. Die marginale Änderungen gegenüber des bereits im vergangenen Jahr vorgestellten Konzepts haben aber noch immer nicht ganz überzeugt.

Die Ziele sind unverändert: Die Bahnhofstraße soll verkehrsberuhigt werden, und sie soll ihre Verbindungsfunktion zum Bahnhof verlieren. Radfahrer und Fußgänger dominieren den Straßenraum. Dafür sollen Gehwege breiter und die Fahrbahn von 6,50 Meter auf 5,50 Meter verschmälert werden, Parkräume werden neu geordnet. Für die Umgestaltung müsste die Gemeinde rund eine halbe Million Euro hinlegen.

„Eine wichtige Voraussetzung zur Umsetzung ist, dass die Ladestraße an die Staatsstraße angebunden bleibt“, sagt Bürgermeister Christian Schiller. Sie müsste dann erheblich mehr Verkehr aufnehmen. Wie schon bisher bleibt Martin Singer (FBU) bei seiner Einstellung, die Bahnhofstraße in ihrer Funktion als Verbindung zum Bahnhof zu erhalten. Wolfgang Schneider (SPD) fordert ein Gesamtkonzept, bevor Einzelmaßnahmen beschlossen werden und wird von seinem CSU-Ratskollegen Klaus Pittrich darin bestärkt.

Widerspruch kommt von den Freien Wählern. „Ein Gesamtkonzept ist durch den Rahmenplan bereits vorhanden“, sagt Christine Hollacher. Deshalb seien Teilplanungen möglich und notwendig, denn der öffentliche Straßenraum in Herrsching sei nicht schön. Gerade die Bahnhofstraße, der Landungssteg und die Seestraße seien Aushängeschilder im Ort. Einig waren sich die Ratsmitglieder, dass eine Umsetzung der Pläne in nächster Zeit schon aus finanziellen Gründen kaum möglich scheint.

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