Zufrieden mit 2015: Peter Geuß (l.) und Josef Pölt von der VR-Bank. Foto: Baar

VR Bank

Nach Fusion auf Wachstumskurs

Starnberg - Die größte Genossenschaftsbank im Fünfseenland, die  VR Bank Starnberg- Herrsching-Landsberg, bleibt nach den Fusionen des Vorjahres auf Wachstumskurs. Am Filialnetz rüttelt sie nicht.

Die große Fusion gut überstanden, das Geschäftsergebnis gesteigert, die Zahl der Filialen gehalten: Die VR Bank Starnberg- Herrsching-Landsberg zieht zufrieden Bilanz für das Jahr 2015. Die nach eigenen Angaben größte Genossenschaftsbank in den Landkreisen Weilheim-Schongau, Starnberg und Landsberg sei „weiter auf Wachstumskurs“, hieß es gestern bei der Präsentation der Zahlen in Iffeldorf.

Beim Geldinstitut war das Jahr geprägt von der Banken-Hochzeit. Zum 11. Juli 2015 nahm die VR Bank, frisch vermählt mit der Raiffeisenbank Südöstlicher Starnberger See und der Raiba Lech-Ammersee, den Betrieb auf. Die Ehe war mit wirtschaftlichen Zwängen und wachsender Bürokratisierung begründet worden.

„Wir haben das gut gemacht“, bilanzierte Vorstandsvorsitzender Peter Geuß. Trotzdem: „Es war ein gigantischer Aufwand“, sagte Josef Pölt, Mitglied der Geschäftsführung. Mehr als 90 000 Kunden und „ein paar hunderttausend Konten“ mussten unter einen Hut gebracht werden. Unterm Strich hat sich die Fusion gelohnt, betonten beide Banker: Die neue VR Bank steigerte ihre Zahlen (siehe Kasten). Und das trotz „schwieriger Rahmenbedingungen“, so Geuß.

Die ständige Niedrigzinsphase, schwankende Aktienmärkte und „regulatorische Belastungen“ waren Herausforderungen. Dennoch erwirtschaftete die Bank einen Überschuss von 5,4 Millionen Euro, der Bilanzgewinn lag bei vier Millionen Euro. Immerhin gab es durch die Fusion keine Filialschließungen. 41 Niederlassungen in 29 Gemeinden werden unterhalten. Daran soll sich vorerst nichts ändern. Geuß: „Wir werden Stand jetzt keine Veränderungen vornehmen.“ Änderungen bei den Öffnungszeiten der Standorte sind jedoch durchaus angedacht. „Die Frequentierung geht zurück“, gab Pölt zu. Das liege auch am Online-Trend.

Die Bank nutzte die Fusion allerdings, um ihre Mitarbeiterzahl zu senken. Aus mehr als 500 Beschäftigten bei den drei Instituten vor Jahresfrist wurden 477. Die nächsten drei Jahre soll das weiter gehen: Laut Geuß werden bei der Personalfluktuation ein Drittel der frei werdenden Stellen nicht mehr besetzt.

Vom Geschäftserfolg sollen die Mitglieder mit 5,55 Prozent Dividende profitieren, allein rund 940 000 Euro wendet die Bank dafür auf. Ein Wermutstropfen bleibt aber: Geuß erwartet nicht, dass sich auf dem Markt viel ändert. „An die anhaltende Niedrigzinsphase werden wir uns gewöhnen müssen.“  ab

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