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Nachbarschaft: Gesellig ohne Verein

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Höhenrain - Die Nachbarschaft in Höhenrain feiert heuteihr 30-jähriges Bestehen. Ein Verein ist sie nicht - das muss sie auch nicht sein.

Interessante Themen, nette Gesellschaft und das Gefühl dazuzugehören: Das ist das Geheimnis der Nachbarschaftstreffen Höhenrain. Seit 30 Jahren treffen sich zwischen 20 und 50 Höhenrainer einmal im Monat, um einen Ausflug zu unternehmen, einen Vortrag anzuhören oder eine Reisedokumentation anzuschauen. „Und wir haben jüngeren Nachwuchs“, sagt Organisatorin Gertraud Krause nicht ohne Stolz. Das 30-jährige Bestehen dieser Institution wird am Donnerstag, 25. September, gebührend gefeiert.

360 Treffen in 30 Jahren: Die Nachbarschaft Höhenrain kann eine beeindruckende Bilanz vorweisen. Der lose Zusammenschluss - die Nachbarschaft ist kein eingetragener Verein - funktioniert. „Vor 30 Jahren hatte Dr. Gerda Wagner die Idee“, berichtet Gertraud Krause, die von Anfang an dabei war. 1984 gab es für ältere Höhenrainer nur dreimal im Jahr das Angebot, bei der Kolpingfamilie zusammenzukommen. Daraus sollte eine monatliche Sache werden. Die Höhenrainer waren begeistert vom Engagement Krauses, Webers, von Christa Pfeiffer, Elisabeth Theuerkorn und Veronika Winkler.

Erstmals gab es ein Treffen am 3. Oktober 1984. „Einige hatten sich regelmäßig in der Autobahnraststätte getroffen.“ Denn beim Wirt hätten sie sich öfters blöde Sprüche anhören müssen, dass sie Kaffee trinken statt zu arbeiten. „Bei uns herrschte halt das Patriarchat. Die Frauen waren sehr dankbar, weil unsere Treffen auch einen kulturellen Anstrich haben“, sagt Gertraud Krause, die auch auf einen wichtigen Nebeneffekt der Zusammenkünfte verweist: „Viele der Frauen sind Witwen. Wenn sie sich nach dem offiziellen Teil noch unterhalten, ist das wie eine Selbsthilfegruppe. Manche haben sonst niemanden zum Reden.“

Geredet wird morgen sicher viel. Und sich erinnert. Gertraud Krause wird die Gästebücher mitbringen, die seit mehr als 25 Jahren die Aktivitäten der Nachbarschaft dokumentieren. Dazu gibt es zwei Filme von Ausflügen, Gstanzl, eine Stubnmusi und natürlich Kaffee und Kuchen.

Alle Höhenrainer sind um 15 Uhr im „Alten Wirt“ willkommen.

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