Demonstration im Schnee: Die Bürgermeister aus Inning und Herrsching, Werner Röslmair (vorne 4. v. r.) und Christian Schiller (vorne 3. v. r.), trommelten Ratskollegen und Bürger aus Inning und Breitbrunn zur Demo zusammen. Foto: SvJ

Berg-Demo

Inning/Breitbrunn - Nachdem auch der Verwaltungsgerichtshof dem Vorhaben zustimmte, suchen Inning und Herrsching nun das direkte Gespräch. Dienstag bewiesen sie, dass ein Mast auf dem Königsberg weiter unerwünscht bleibt.

„Gesperrt für den Mobilfunk“, war das Motto der rund 40 Standortgegner, die an der Zufahrt zum geplanten Richtfunkmasten des Netzbetreibers E-Plus ihrem Ärger Luft machten. Nachdem der Verwaltungsgerichtshof den Berufungsantrag der Gemeinde vor kurzem abgelehnt hat, gibt es keine rechtliche Möglichkeit mehr, den Bau des Funkmasten auf dem Königsberg oberhalb von Breitbrunn zu verhindern. „Das war das Todesurteil“, ist das Resümee von Bürgermeister Werner Röslmair mit Blick auf den versperrten Rechtsweg. Die Baugenehmigung sei rechtskräftig und das Unternehmen könne jederzeit mit dem Bau beginnen.

Doch weder die Gemeinden Inning und Herrsching noch die Bürgerinitiative „Kein Funkmast am Königsberg“ wollen klein beigeben. Sie prüfen derzeit andere Lösungen, um die Aufstellung zu verhindern. Ein runder Tisch mit E-Plus, den Gemeinden und der Bürgerinitiative wäre eine Alternative. Dort könnte geklärt werden, weshalb der Weg des Richtfunks über Andechs, Schondorf und Inning nicht zu realisieren ist oder von Andechs nach Dießen.

Die Gemeinde Inning würde sogar auf eigene Kosten den Richtfunkmasten am östlichen Ortsrand von Inning erhöhen, damit die von Daxberg nicht erreichbaren Standorte über Windach und Hofstetten angesteuert werden können und der Standort Königsberg überflüssig wird. Der Standort ist keine 80 Meter von der Herrschinger Gemeindegrenze entfernt. Man bleibe beieinander und werde sich die Kosten teilen, habe ihm Herrschings Bürgermeister Christian Schiller versichert. „Ich sehe allerdings keine juristische Möglichkeit für ein erneutes Verfahren“, so Röslmair.

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