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Im Landkreis Starnberg gab es einen leichten Anstieg an jugendlichen Straftätern.

Bericht im Jugendhilfeausschuss

Mehr junge Straftäter

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Landkreis –Im Starnberger Jugendhilfeausschuss berichtete Polizeichef Bernd Matuschek über das vergangene Jahr - eine Entwicklung ist ersichtlich.

Die Kriminalität junger Menschen ist im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Starnbergs Polizeichef Bernd Matuschek berichtete gestern im Jugendhilfeausschuss des Kreistags von einem Anstieg um 6,1 Prozent – das ist ein Plus von 266 Fällen. Doch Matuschek beruhigte: „Man lebt im Landkreis Starnberg sicher, es gibt im Vergleich weniger Kriminalität als in Bayern.“

Unter allen Tatverdächtigen: Jeder fünfte 21 Jahre oder jünger

Eines berunruhigt Matuschek allerdings doch: Unter Kindern haben die Körperverletzungen stark zugenommen. Mittlerweile sind 22 Prozent der Straftaten sogenannte Rohheitsdelikte. 2014 waren es noch acht Prozent. Bei Jugendlichen spielen brutale Übergriffe auch eine große Rolle (17 Prozent), den größten Anteil haben allerdings Rauschgiftdelikte. „Cannabis ist der Klassiker“, sagt Matuschek. Es gebe aber auch Fälle wegen Amphetaminen oder Ecstasy.

Erfreulich aus Sicht des Polizeichefs: Die Anzahl der Straftaten junger Menschen sei langfristig zurückgegangen. Vor zehn Jahren waren es noch 5859 Fälle, im vergangenen Jahr 4623. „Die Altersstruktur hat sich aber verändert“, erläuterte Matuschek. So stieg die Zahl der heranwachsenden Jugendlichen, also die zwischen 18 und 21 Jahren, auf 451 (Vorjahr 402). Unter allen Tatverdächtigen ist jeder fünfte mittlerweile 21 Jahre alt oder jünger. Den größten Anteil stellen die 14- bis 18-Jährigen (9 Prozent), dicht gefolgt von den 18- bis 21-Jährigen (8,6 Prozent).

Elf Intensivtäter im Landkreis - kein Mädchen dabei

Was Straftaten von Kindern unter Alkoholeinfluss angeht, gab es 2015 erfreulicherweise keinen einzigen Fall, im Jahr zuvor waren es noch vier. Bei den Tatverdächtigen unter 21 Jahren sei in elf Prozent der Fälle Alkohol im Spiel gewesen. Durch alle Altersschichten hinweg zieht sich eine Gemeinsamkeit: Überwiegend sind es männliche Kinder und Jugendliche. So gibt es auch unter jugendlichen Intensivtätern kein Mädchen.

Als Intensivtäter gilt, wer innerhalb eines halben Jahres mindestens fünf Straftaten begangen hat und eine Prognose weitere Taten befürchten lässt. Solche Täter – die zum Vertrauensaufbau stets vom gleichen Sachbearbeiter betreut werden – gebe es in Gilching acht, Starnberg zwei und in Gauting einen.  

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