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„Mundschutz tragen nicht vergessen“: Diese Hygieneregel könnte ein Grund dafür sein, dass die Seenschifffahrt über mangelnden Zuspruch klagt.

Bilanz für Starnberger und Ammersee

Seenschifffahrt wünscht sich mehr Gäste

  • vonSandra Sedlmaier
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Die Dampfer der Seenschifffahrt könnten stärker ausgelastet sein. Seenschifffahrts-Chef Michael Grießer vermutet, dass der mangelnde Zuspruch der Fahrgäste an der Maskenpflicht liegt.

Landkreis – Die Seenschifffahrt versucht so gut wie möglich, den Corona-Umständen gerecht zu werden. Es könnte aber besser laufen – zumindest, was die Fahrgastzahlen auf dem Starnberger und dem Ammersee betrifft. Der Chef der Seenschifffahrt, Michael Grießer, sagt: „Die Leute sind durchaus verhalten.“ Bei weitem sei man nicht bei den Fahrgastzahlen von vor einem Jahr. Aber er findet auch: Wir müssen zufrieden sein.“

Seit Ende Juni gilt der erweiterte Fahrplan auf Starnberger und Ammersee. Seitdem werden alle Stege wieder angefahren. Und seitdem gelten die Dampfer der Seenschifffahrt nicht mehr als Freizeitbetrieb wie während der ersten vier Wochen im Corona-Betrieb, sondern als Linienbetrieb. Anfangs durfte nur ein Drittel der Plätze besetzt werden. „Seit Ende Juni sind wir wieder im Linienbetrieb“, sagt Grießer. Deshalb sei es nicht mehr zwingend notwendig, permanent auf Abstände zu achten. Doch wie in Bus und Bahn müssten die Fahrgäste einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Grießer vermutet, dass das mit ein Grund ist, warum der Zuspruch noch nicht so richtig erfolgt ist. „Einige wollen das mit der Maske nicht“, sagt er. „Wir könnten coronabedingt zwei Drittel der Plätze nutzen.“ Tatsächlich sei aber weniger als die Hälfte der Plätze belegt. „Wenn wir auf zwei Drittel kommen würden, dann wäre es gut.“ Die Situation am Ammersee und am Starnberger See ist nach den Worten des Seenschifffahrts-Chefs ähnlich.

Grießer hofft nun auf besseres Wetter und damit mehr Passagiere. Wobei: „Die Schwierigkeit ist, dass bei schönem Wetter und mehr Andrang die Abstände auf dem Steg nicht eingehalten werden.“ Es ist ein Dilemma.

An den Fahrplänen will die Seenschifffahrt auch noch einmal drehen. Eventuell gibt es ab Ende Juli einen neuen Fahrplan – es wäre der dritte in diesem Jahr. Üblicherweise gibt es pro Jahr nur einen. Der Steg in Leoni am Starnberger See zum Beispiel könnte dann öfter angefahren werden. Denn viele Passagiere haben in der Vergangenheit die Möglichkeit genutzt, nach Leoni oder Berg zu fahren, durch den Schlosspark zu wandern und von der anderen Haltestelle zurückzufahren.

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