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Wie immer voll: Nach den ergiebigen Niederschlägen der vergangenen Tage stehen einige Unterführungen im Landkreis unter Wasser – mit dabei ist auch jene bei Mischenried zwischen Weßling und Gilching. 

Niederschläge ohne Ende

Bis zu 100 Liter Regen in wenigen Tagen - Pegel steigen dennoch nur geringfügig an

Seit Sonntag hat es kaum aufgehört zu regnen. Was manche Menschen vielleicht nervt, tut der Natur hingegen gut.

Landkreis– Die starken Niederschläge der vergangenen Tage haben im Landkreis Starnberg nicht zu akuter Hochwassergefahr wie in Landkreisen weiter östlich geführt. Die Regenmengen allerdings waren durchaus beachtlich: Bis gestern Nachmittag waren beispielsweise in Rothenfeld an einer Messstation rund 100 Liter Niederschlag je Quadratmeter binnen einer Woche gemessen worden. Das entspricht in etwa auch dem Gesamtstand des Juni 2020 – und damit fast dem Zehnfachen des Vorjahreszeitraums. Gleiches gilt für Gilching, dort sind rund 100 Liter in den vergangenen Tagen und etwa 125 Liter im bisherigen Juni gefallen.

Am Starnberger See hingegen kam nicht ganz so viel vom Himmel – rund 75 Liter je Quadratmeter innerhalb der vergangenen Woche und etwa 110 Liter in den ersten 15 Tagen des Juni.

Wasserpegel im Starnberger See nur um fünf Zentimeter höher

Die Pegel sind gestiegen, aber nicht sehr – am Starnberger See um fünf Zentimeter, was wegen Zulaufs durchs Grundwasser aber noch mehr wird. Am Ammersee waren es 20 Zentimeter, was für dortige Verhältnisse nicht viel ist. Prognosen gestern ergaben keine Hinweise, dass Hochwassermeldestufen erreicht werden.

Ein Segen für die Landwirte

Zu nennenswerten Feuerwehreinsätzen kam es am Montag nicht. An einigen Stellen stand das Wasser wie immer bei ergiebigen Regenfällen, etwa in Unterführungen wie bei Mischenried. Für die Landwirte ist der Regen ein Segen: Nach Daten des Helmholtz-Zentrums (Dürremonitor) ist für Pflanzen genug Wasser im Boden verfügbar. Bauern-Obmann Georg Zankl ist froh über den Regen. „Bisher war es schon immer knapp“, sagt er. Zu viel Regen kann auch schaden, das sei aktuell aber nicht der Fall.

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