Ein Brautkleid auf Reisen

Andechs - Zum 800.Geburtstag der heiligen Elisabeth eröffnet auf der Wartburg in Thüringen am 7. Juli eine große Landesausstellung. Zu sehen sein wird dort auch das Brautkleid der Heiligen. Das kostbare Gewand ist heute Mittag von einer Spedition für Kunsttransporte in Andechs abgeholt worden. Andechs war der Stammsitz der Familie ihrer Mutter, der Stammsitz der Andechs-Meranier.

Bis heute ist nicht gewiss, wie das Kleid auf den Heiligen Berg in Andechs gelangte. Aufgetaucht ist es im Jahr 1388: Wie die Legende besagt, war es eine Maus, die mit einem Reliquienzettel im Maul während einer Messe um den Altar lief und auf den Schatz aufmerksam machte. Tatsächlich stieß man auf eine Kiste, in der sich das Kleid sowie die darin eingewickelte Andechser Missale befanden. Die Missale, ein Buch der Heiligen Messen, wiesen auf die Herkunft des Kleides hin. Demnach soll es der Wunsch Elisabeths gewesen sein, dass ihr Brautkleid in Andechs als Messgewand umgearbeitet wird. Dies würde erklären, warum das Kleid kurz ist.

Die 1207 geborene Elisabeth ist in ihrer Abstammung mit Andechs verbunden. Ihre Mutter Gertrud war Tochter des wohl einflussreichsten Andechser Grafen, Berthold IV. Die Heilige Hedwig ist eine Schwester Gertruds.

Die Andechser Mönche freilich geben gut Acht auf ihren Schatz: Die kostbare Reliquie aus der Heiligen Kapelle der Wallfahrtskirche wird von Wallfahrtseelsorger Guntram Keuling begleitet und am Freitag offiziell übergeben.

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