Brummton treibt Bürger zur Verzweifelung

Starnberg - Aus Starnberg, aber auch aus Wolfratshausen, Deining und Ascholding haben sich nach dem Bericht in unserer Zeitung Menschen gemeldet, die vor allem nachts ein tiefes Brummen hören, dessen Ursache nicht zu klären ist. Nun will das Landratsamt neue Messungen durchführen. Unter Verdacht steht das Mobilfunknetz

Auch Susanne Polewsky und Siglinde Pfluger aus Allmannshausen haben mittlerweile Kontakt zu zwölf weiteren Personen aus verschiedenen Ortsteilen von Berg, die den Brummton hören, auch wenn alle häuslichen Stromquellen und die Versorgungstechnik ausgeschaltet sind.

Wie Polewsky berichtet, wohnen die Betroffenen in Allmannshausen, Aufkirchen, Oberberg und Assenhausen. Sie weist ausdrücklich daraufhin, dass "das Brummphänomen bereits an ganz verschiedenen Orten festgestellt und auch gemessen wurde". Auch in Allmannshausen habe der Mitarbeiter des Landratsamts bei seinen Messungen "sehr wohl Daten aufgezeichnet", betont sie. Die Messungen ergaben jedoch nur Werte unterhalb des Grenzwertes, berichtet Landratsamt-Pressesprecher Stefan Diebl. Dennoch werde jetzt in Allmannshausen eine weitere spezielle Messung der Tieftonbereiche durchgeführt.

Pfluger verweist auf die Bürgerinitiative "Brummfreies München", wo sich Betroffene, auch aus "entlegenen und eigentlich ruhigen Gegenden", zusammengeschlossen haben. "Wir sehen eine Korrelation zu Ausbau und Aufrüstung des UMTS/Mobilfunknetzes in den vergangenen Jahren als Ursache des neu entstandenen Brummens", heißt es in einem Schreiben der Initiative.

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