Beim Weiher in Widdersberg haben BN-Helfer, wie hier Stefan Rapp, am Mittwochabend den Schutzzaun aufgestellt. Foto: fkn

Wanderung der Amphibien beginnt

Landkreis - Schon am Wochenende könnte der Zug der Amphibien zu ihren Laichplätzen einsetzen. Um die Tiere zu schützen, bauen ehrenamtliche Helfer Zäune und tragen die Tiere über die Straße.

„Ich bin sehr gespannt auf dieses Jahr“, sagt Dr. Helene Falk von der Kreisgruppe des Bund Naturschutz. Frostfreier Boden, 5 Grad Celsius und Regen - die optimale Vorraussetzung für die Amphibien, ihr Winterquartier zu verlassen und sich auf den Weg zu den Laichgewässern zu machen. Um die Tiere zu schützen, stellen das Staatliche Bauamt Weilheim und der Bund Naturschutz wieder Amphibienzäune auf. Die ungewöhnliche Witterung, aber auch die Zerstörung von Winterlebensräumen und die Verwendung von Spritzmitteln im Sommer machen den Tieren zu schaffen. Und wenn die Kröten und Frösche bei ihrer Wanderung auch noch Straßen überqueren müssen, sind sie zusätzlich bedroht.

„Die Populationen gehen überall zurück, drei Wanderwege mussten wir bereits aufgeben“, sagt Falk. Zuletzt seien an den Überwegen in Rothenfeld, Starnberg und Leutstetten noch 20 Kröten gezählt worden - „dafür kann man einfach keinen Zaun aufstellen“.

Der Zaun dient als Barriere, dahinter sind meist Eimer eingegraben, die die Tiere auffangen. „Morgens und abends werden die Tiere von ehrenamtlichen Helfern auf die andere Straßenseite gebracht.“ Auch heuer werden wieder helfende Hände benötigt, besonders in Wörthsee.

Für die Autofahrer gilt: langsam fahren, besonders zum Schutz der Helfer. Wer Tiere auf der Fahrbahn bemerkt, soll möglichst das Warnblinklicht einschalten, anhalten und die Tiere über diu Straße tragen. Totgefahrene Tiere können auf der Straße einen gefährlichen Film bilden, der sehr rutschig sein kann, warnt Falk. Wer den Naturschützern helfen möchte, meldet sich unter Telefon (0 81 52) 9 09 95 03.

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