Natur und Mensch würden unter einem Südring leiden. Das erklärten die Mitglieder des Bund Naturschutz im Grubmühlerfeld. Foto: Schuhbauer-von Jena

Bund Naturschutz: Oase der Ruhe in Gefahr

Gauting - „Grüne Lunge ist keine Verkehrsfläche“: Unter diesem Motto protestierte der Bayerische Bund Naturschutz auf dem Grubmühlerfeld gegen den Südring und forderten das unverzügliche Ende der Planungen.

Der Idylle des Grubmühlerfeldes droht durch einen möglichen Ringschluss der A 99 das Aus, vermutet Jutta Kreuzer, Vorsitzende der BN-Ortsgruppe Gauting. Auch die Wohngebiete in Stockdorf und Gauting wären betroffen. Zigtausende Autos könnten dann in unmittelbarer Nachbarschaft vorbeibrausen.

Auf einer Fahrt durch die vom möglichen Südring betroffenen Abschnitte in den Landkreisen Starnberg und München machte Kreuzer auf die Gefahren aufmerksam, die dem Grubmühlerfeld drohten. Ein Tunnel oder eine Brücke würde den Artenreichtum zunichte machen und die Lebensqualität einschränken. Das Areal verdanke seinen Artenreichtum gerade seiner Nicht-Antastbarkeit.

Günter Schorn, Vorsitzender der Ortsgruppe Starnberg, forderte zum Widerstand auf: „Wenn eine Brücke in zehn Meter Höhe hier vorbeiführt, ist das Naherholungsgebiet unweigerlich zerstört.“ Selbst wenn das Bauwerk nicht unmittelbar die Landschaft durchschneide, würden Lärm und Gestank zu einem irreversiblen Schaden an der Natur führen.

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