Bereit für die nächste Pointe zeigen sich die Gäste des traditionellen Starkbierfestes. foto: jaksch

Dableckn im Untergrund

Pöcking - Die Parteilose Wählergruppe lud zum Starkbierfest ein. Zahlreiche Gäste verfolgten das humorige Treiben auf der Bühne.

Die Tiefgarage „Pöckinger Underground“ von Florian Walter war bis auf den letzten Platz besetzt - dicht an dicht saß man auf den Bierbänken, wie sich das für ein bayerisches Starkbierfest gehört. Gastgeber war wie jedes Jahr die Parteilose Wählergruppe Pöcking (PWG).

Ihr Chef Albert Luppart begrüßte die Gäste „in der Spezlwirtschaft im Nockherkeller“. Auf der Bühne diesmal neben Luppart - wie seit 19 Jahren der Brauch - Horst Curth, und - in den letzten Jahren neu hinzugestoßen - Corinna Bürner und Jürgen Kühn. Für die musikalische Begleitung sorgte wie ebenfalls seit 19 Jahren Hans Horst Glas. Der Verfasser der Hälfte der Texte, Stephan Schmidpeter, war wegen anderer Termine selbst nicht da. Jürgen Kühn hatte wie immer mit spitzer Feder seinen eigenen Part geschrieben, diesmal aber kaum in Gedichtform: „Denn im Wahlkampf kann man sich auf vieles sowieso keinen Reim machen.“

Die bevorstehende Wahl dominierte den zweiten Teil des Dableckns, wobei die Protagonisten, für die Kühn anfangs noch über die Definition der richtigen Lage der Gürtellinie sinniert hatte, diese dann selbst kräftig veränderten. Ziel waren natürlich die politischen Mitbewerber. Für Bürner waren 19 Jahre „immer nur Gstanzl singen“ genug. Sie führte „zeitgemäße“ Bürgerbeteiligung ein und ließ das Publikum mehrfach einen Refrain singen: „Im Prinzip kommt es im Leben immer auf die Mischung an.“

Das sollte wohl auch für das folgende Programm gelten. Der Lindenberg und seine Bewohner werden dank ihres Vertreters Kühn immer selbstbewusster: „Der neue Leiter des Bauhofs ist ein Lindenbergler. Das ist der erste Schritt in die richtige Richtung zur Großgemeinde Lindenberg am Würmsee.“ Sollte das ein Hinweis sein, dass Pöcking hinterrücks eingemeindet wird? „Da muss die PWG dann doch noch beweisen, dass sie Brücken nicht nur abreißen sondern auch bauen kann“, spielte Kühn auf den Wanderwegestreit in Maising an. Das geplante Haus der Bürger und Vereine war ebenfalls ein Thema. Kühn vermutet, es werde kommen, wenn die Wahl vorbei sei, und Luppart verzichtete zur Kostenreduzierung auf den Namenszug „Royal Albert Hall“.

Ihr Fett bekamen die Starnberger ab, die das Gewerbegebiet am Schmalzhof verhindern wollen. Von denen soll Pöcking dann Maut verlangen. Auf die Schippe genommen wurde die unendliche Geschichte der Probleme mit dem Maxhof-Kreisel, die aus dem Gemeinderat ausscheidende ÜWG mit Christoph Plathner und die „GroKo“ in Berlin (Große Koalition).

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