Diskussion um 500 Euro für den Bund Naturschutz

Weßling - Ein Zuschuss über 500 Euro für die Ortsgruppe des Bund Naturschutz (BN) für Biotoppflege- und Umweltbildungsmaßnahmen sorgte in der jüngsten Sitzung des Weßlinger Gemeinderats für Zündstoff.

Der Landesverband des BN hat angekündigt, gegen den Planfeststellungsbeschluss der Weßlinger Umgehung zu klagen. Deswegen behagte einigen Räten der Zuschuss für den BN nicht. Rasso von Rebay (FW) forderte eine Aufklärung darüber, wofür das Geld verwendet wird. Er wolle sicher gehen, dass es nicht an den Landesverband weitergegeben wird. Horst-Günter Heuck (Grüne) betonte, dass der BN mit der Pflege der Biotope der Gemeinde Arbeit abnehme.

Franz Leitner (CSU/Wählergemeinschaft) sprach sich für den Zuschuss über 500 Euro aus: "Die Rechnung ist schlüssig, wir müssen das nicht akribisch nachverfolgen." Auch Bürgermeister Michael Muther sprang für die Ortsgruppe in die Bresche. Man müsse die Umgehungs-Problematik unabhängig von der Ortsgruppe sehen. "Sonst verkennen wir die Leistung, die sie erbringen." Dem Antrag sei ein Verwendungsnachweis beigelegt, der Pachten, Benzin, Pflegekosten, Beschaffung von Maschinen und Werkzeug nenne. "Wir müssten die Arbeiten sonst selbst vergeben." Genau dies forderte von Rebay: "Ich habe den Eindruck, wir füttern unsere Gegner."

Die Grünen zeigten sich wegen der langen Diskussion um 500 Euro enttäuscht - vor allem angesichts der Zustimmung für einen Heizkostenzuschuss in Höhe von bis zu 5000 Euro für das Vereinsheim. "Ich bin empört", sagte Irmgard Förster (Grüne). Schließlich stimmten die Gemeinderäte gegen eine Stimme dem auch im Haushalt eingestellten Zuschuss in Höhe von 500 Euro zu. Für die eigentlich beantragten 2000 Euro stimmten nur vier Räte.

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