Verglast, überdacht und beleuchtet: Die Radlständer am Hechendorfer S-Bahnhof sollen modernisiert werden. Zur Diskussion steht ein Doppelstocksystem, in dem die Räder auf Schienen übereinander stehen. Skizze: Fauth

Doppelstocksystem schafft Platz für Räder

Hechendorf - Überdacht, verglast, beleuchtet und technisch auf dem neuesten Stand: So stellen sich Seefelds Agendagruppe für Verkehr und der Architekt Clemens Fauth die neuen Fahrradständer am Hechendorfer S-Bahnhof vor.

In der Sitzung am Dienstag trug Fauth seine Entwürfe für die Bahnhofsumgebung vor.

Der Bestand von jetzt 156 Radstellplätzen soll auf 254 aufgestockt werden. Der Bedarf liegt laut Agenda derzeit bei 250, wird sich aber ihrer Ansicht nach noch auf 300 erhöhen. Am Zugang zu den Gleisen sollen die jetzt 48 Plätze auf 110 aufgestockt werden. Möglich wird dies durch ein Doppelstocksystem, das sich in München beispielsweise bei der U-Bahnstation Kieferngarten bewährt hat. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sieht Fauth 36 Radlständer vor. Die dortigen Pkw-Stellplätze würden dann zu den Containern verlegt. Dort dürfen bisher nur Motorräder abgestellt werden - was laut Agenda nicht wirklich genutzt wird. Insgesamt ginge einer von drei Behindertenparkplätzen verloren. Der Fahrradständer an der Südseite wird modernisiert, nicht vergrößert. Dort bleibt es bei einer Stellplatzzahl von 108.

Das Doppelstocksystem funktioniert über eine Schiene, in die das Vorderrad eingehängt wird. Laut Fauth ist die Mechanik sehr leicht zu bedienen. Größter Vorteil: Radldiebe werden immer zu den untenstehenden Rädern greifen. Die Anlage wird nachts beleuchtet und wirkt durch die Verglasung sehr transparent. Gegenüber Vandalen scheint sie nicht sehr anfällig: Mit der seit mehreren Jahren installierten Anlage am Kieferngarten habe es bisher keine Probleme gegeben. Anlieger hätten sich anfangs über den Lärm beschwert. Das Problem sei durch Puffer gelöst worden.

Fauth soll nun einen Kostenvoranschlag ausarbeiten. Seinen Angaben nach liegen die Kosten für die Maßnahme bei 210.000 Euro. Die Förderung beträgt 130.000 Euro. An der Gemeinde blieben etwa 81000 Euro hängen.

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