Bestanden haben: Niklas Astor, Sophia Blomeyer, Maximilian Denzel, Victoria Gebhardt, Leander Häußinger, Janika Kerner, Eva Maria Lischka, Greta Mager, Johannes Mayer, Michael Puchta, Julia Rittmeyer, Stephanie Schlottag, Julian Schöll. foto: aj

Erst Quali, dann Mittlere Reife und nun auch das Abi bestanden

Berg - Es ist geschafft, das Abitur ist in der Tasche - auch wenn die Prüfungen für die Montessorischüler von Gut Biberkor kein leichtes Unterfangen waren.

Zum vierten Mal ist am Dienstag auf Gut Biberkor Abitur gefeiert worden. 13 von 16 Kandidaten der dort ansässigen Montessorischule haben bestanden. Damit war es der bisher größte Abiturjahrgang von Biberkor. Im vorigen Jahr waren lediglich neun Abiturienten angetreten, davon absolvierten vier Schüler die Prüfungen mit Erfolg und hatten ihr Abi in der Tasche. Eine weitere Besonderheit des diesjährigen Jahrgangs ist, dass zwei der Abiturienten erst 17 Jahre alt sind.

Diese Montessorischule ist die einzige in Bayern mit einem Gymnasium und damit die einzige, die zum Abitur führt. „Wir haben jetzt eine gewisse Routine“, sagte Künkel am Rande der Feier. Das aktuelle Abitur musste vorgezogen werden, wie alle anderen G9-Prüfungen, obwohl das erste G8-Abitur auf Gut Biberkor erst 2012 abgehalten wird. Die Abschlussprüfung musste auch diesmal an staatlichen Gymnasien - Tutzing und Germering - abgelegt werden, denn die Montessorischule ist zwar staatlich genehmigt, aber nicht staatlich anerkannt.

Deshalb läuft für Montessori-Abiturienten vieles anders als bei ihren gleichaltrigen Kollegen an staatlichen Gymnasien - allein schon deshalb, weil sie in ihrem gesamten Schulleben keine Noten erhalten und deshalb auch keine Punkte, die beim Abitur mitzählten. Das Abitur war damit für sie ein größeres Neuland als für die anderen. Denn für sie kam es ausschließlich auf die Bewertungen in den acht Prüfungsfächern der Abiturprüfung an.

Als ausgesprochen vielseitig erwies sich diese Schule in Hinblick auf ihre Fächer: Zehn Leistungskurse konnten die Schüler belegen. Außerdem war es für die Abiturienten, wie Oberstufenleiter Künkel betonte, bereits der dritte Schulabschluss nach dem Quali und der Mittleren Reife. „So viele Abschlüsse hat niemand der Anwesenden“, rief er in den Saal: „Alles extra abgenommen von Prüfern, die Ihr zum ersten Mal in Eurem Leben gesehen habt“. nz

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