Ja zu europaweitem Förderprogramm

Wörthsee - Die Gemeinde Wörthsee will Mitglied in der Leader-Aktionsgruppe Ammersee werden. Unternehmensberater und Vorstandsmitglied Detlef Däke warb im Gemeinderat erfolgreich um Beitritt.

Detlef Däke wird in Zukunft wieder etwas ruhiger schlafen können. Der Unternehmensberater warb am Mittwoch im Wörthseer Gemeinderat erfolgreich um Beitritt der Kommune zur Leader-Aktionsgruppe Ammersee (LAG). Er bescheinigte den Wörthseern eine ländliche Struktur und, dass sich der Ort eher Richtung Ammersee als Richtung Verdichtungsraum München orientiere. Das LAG-Vorstandsmitglied erklärte dem Gremium die Vorteile der Mitgliedschaft.

Im Förderprogramm der Europäischen Union und des Freistaates sei es Ziel, Trennungen aufzulösen und Bürgerengagement regional zu vernetzen. „Für Wörthsee könnte ich mir als Projekte die Dorfentwicklung, den Anschluss an unser Geh- und Radwegenetz sowie ein Mobilitätskonzept vorstellen“, so Däke, der auch gleich die Kosten erwähnte. Wörthsee müsse für die Erstellung einer lokalen Entwicklungsstrategie einmalig 38 Cent pro Einwohner, also 1851,60 Euro, zahlen. Dazu 50 Euro Mitgliedsbeitrag pro Jahr und maximal 78 Cent pro Einwohner (3838,38 Euro) für den LAG-Manager. Denn nur, wenn der Verein einen aktiven, hauptamtlichen Manager habe, funktioniere er. Gekündigt werden kann drei Monate vor Jahresende. „Jetzt probieren wir’s halt, und wenn’s nicht läuft, gehen wir wieder raus“, so Vize-Bürgermeister Konrad Gritschneder.

Vernetzt und aktiv sind die beteiligten Kommunen um den Ammersee in Arbeitskreisen beispielsweise für Energie/Umwelt/Klima, Wirtschaft/Landwirtschaft/Handwerk und Tourismus/Kultur/Brauchtum. Für die nun beginnende Förderperiode 2014 bis 2020 ist es notwendig, die 60 000-Einwohner-Marke der Region zu erreichen. Vor Wörthsees Beitritt, der einstimmig beschlossen wurde, war dies nicht der Fall. Nun schon. Nächste Woche wirbt Däke in Seefeld um Beitritt - und das kann er jetzt wesentlich entspannter tun. tki

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