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So schaut der Kranz aus, wenn alles gut gegangen ist: Elvira Dauner und die Frauen der Nachbarschaftshilfe stellen in dieser Woche etwa 120 Kränze her und 40 Gestecke.

Weihnachtsvorbereitungen

In vier Schritten zum perfekten Adventskranz

Landkreis - Wie bastele ich mir den perfekten Adventskranz selbst? Expertinnen aus Seefeld verraten die Tricks.

Kränze in allen Variationen und zu allen Preisen – überall sind sie im Handel und auf den ersten Weihnachtsmärkten erhältlich. Auch die Frauen der Seefelder Nachbarschaftshilfe waren in dieser Woche von früh bis spät damit beschäftigt, für ihren Weihnachtsmarkt im Seefelder Schloss am ersten Adventswochenende Kränze und Gestecke zu fertigen. Für alle, die ein bisschen Zeit übrig haben und sich selber mal versuchen wollen – wir haben uns von den Seefelderinnen zeigen lassen, wie es geht.

1. Das Zubehör: Am wichtigsten sind die Zweige für den Kranz. Die warme Wohnzimmerluft ist nur für Fichten nicht geeignet, ansonsten ist alles erlaubt, was es so gibt an Immergrün: Buchs, Efeu, Tanne, Thuja. Fichte wird schnell zu trocken und nadelt, ist also nur für Kränze geeignet, die draußen aufbewahrt werden. Nun brauchen wir Draht und einen Strohkranz, auch Römer genannt. Diesen Strohkranz gibt es in allen Größen. Für welchen man sich da entscheidet, ist reine Geschmackssache. Die Frauen der Seefelder Nachbarschaftshilfe arbeiten meistens mit einem 30er. „Das macht jede Nachbarschaftshilfe anders“, erklärt Elvira Dauner, die das gemeinsame Adventskranz-Basteln für den Weihnachtsmarkt organisiert. Auch den zugehörigen Draht erhält man im Fachhandel oder im Drogeriemarkt. Für einen Kranz braucht man im Allgemeinen eine ganze Rolle. Und dann ist natürlich auch die Deko wichtig: Kerzen, Schmuck wie Tannenzapfen, Kugeln, Schleifen, getrocknete Orangenscheiben – erlaubt ist, was gefällt.

2. Wickeln und schneiden: Jetzt wird es ernst: Wir schneiden die Zweige bei einem 30er-Kranz beispielsweise gute zehn bis 15 Zentimeter lang. Alle sollten ungefähr die gleiche Länge haben. Wir legen ein paar Zweige in einem kleinen Bündel auf den Kranz und beginnen, den Draht um die Zweige und den Römer zu wickeln. Das erste Bündel sollte etwas länger sein als die anderen, dann tut man sich beim Schluss leichter. Wichtig ist auch: fest wickeln. Denn die Äste trocknen, und dann wird das ganze Kunstwerk locker. Nun immer wieder Schritt für Schritt neue Zweigbündel auflegen und weiterwickeln. Das ist ein bisschen kniffelig und der Grund, warum Anfänger für ihren ersten Kranz im allgemeinen etwa zwei Stunden brauchen. Profis schaffen es in einer oder weniger. Es gibt leider keinen Tipp, falls der Kranz nun an einer Stelle dicker ist oder irgendwie schief und krumm: „Dann hilft nur aufwickeln“, sagt Elvira Dauner und lacht.

3. Kerzen befestigen: In Fach- oder auch Drogeriemärkten gibt es diverses Zubehör, mit dem sich die Kerzen auf dem Adventskranz befestigen lassen. Man kann aber auch einfach dickeren Draht nehmen. Je nach Größe des Kranzes zwei Drahtstücke abschneiden. Sie sollten so lang sein, dass sie etwa zwei bis drei Zentimeter tief in die Kerze gesteckt werden und dann auf dem Kranz befestigt werden können. Die Drähte über einer Kerze erwärmen und dann im Abstand von wenigen Zentimetern langsam in die Kerze stecken.

4. Schmücken: Die Kerzen sitzen, der Kranz schaut schon gut aus. Jetzt kommt die Klebepistole ins Spiel. Die gibt es auch im Fachhandel, aber Vorsicht: An ihr kann man sich sehr schnell die Finger verbrennen, sie wird sehr heiß. Auf einem Adventskranz lässt sich nun alles Mögliche befestigen. Der Handel gibt die tollsten Sachen her, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wer keine Klebepistole benutzen will – vieles lässt sich auch mit goldenem Draht befestigen. Wer nun möchte, dass der selbst gefertigte Adventskranz länger frisch bleibt, kann ihn über Nacht an einem kühlen Ort aufbewahren.

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