TV-Hammer! Zwei Sender teilen sich künftig die Champions League - Platzhirsch ist raus

TV-Hammer! Zwei Sender teilen sich künftig die Champions League - Platzhirsch ist raus

Explosive Stimmung

Weßling - Die Zusammenlegung der Feuerwehr-Standorte Weßling und Oberpfaffenhofen läuft nicht so harmonisch wie geüschnt ab. Streit gibt es bereits im Vorfeld um die Atemschutzgeräte.

Noch bevor die Freiwillige Feuerwehr Oberpfaffenhofen und die Freiwillige Feuerwehr Weßling in ihr künftiges gemeinsames Haus gezogen sind, gibt es erste Unstimmigkeiten. Seit fast einem Jahr beschäftigt man sich nun schon mit der Frage, welche Atemschutzgeräte die Feuerwehr nach dem Einzug verwenden sollen - ohne bisher auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

Das Problem liegt darin, dass bisher in Oberpfaffenhofen Geräte der Marke Sabre, in Weßling hingegen Geräte der Marke Dräger benutzt wurden. „Vor rund einem Jahr hatten wir dann einen Runden Tisch mit dem Bürgermeister, den Herstellern und den Feuerwehren“, erklärt der damalige Feuerwehrreferent Michael Sturm. Damals kam man zu dem Schluss, dass in dem gemeinsamen Feuerwehrhaus in Weßling nur ein Atemschutzgerät-Typ verwendet werden sollte. Denn die Hersteller hätten darauf hingewiesen, dass die Sauerstoffflaschen des einen nicht mit dem Gerät des anderen kompatibel seien. Eine Mischung ist untersagt. Die Atemschutzgeräte dürfen nur komplett von einem Hersteller benutzt werden“, betont Sturm.

Die Umstellung auf nur einen Hersteller ist aber mit Kosten verbunden: Wenn die Beteiligten sich auf die ausschließliche Nutzung von Sabre-Geräte einigen würden, müssten 7000 Euro in den Kauf von Sauerstoffflaschen investiert werden, denn die Oberpfaffenhofener haben zwar ausreichend Geräte, aber nicht genügend Flaschen. „Wenn wir uns allerdings für Atemschutzgeräte der Firma Dräger entscheiden, müssen für 9000 Euro Geräte nachgekauft werden. Flaschen sind bei den Weßlingern genug vorhanden“, erläutert Sturm. Als die Frage, Dräger oder Sabre, vor wenigen Monaten auf den Tisch kam, konnten sich die Beteiligten auf keinen Hersteller festlegen.

Nun kommt hinzu, dass Sturm, der mittlerweile von seinem Amt als Feuerwehrreferent zurückgetreten ist, gehört habe, dass in Oberpfaffenhofen Sabregeräte mit Dräger-Flaschen verwendet würden. In einer Sondersitzung des Weßlinger Gemeinderats machte er daraufhin seinem Ärger Luft: „Dräger-Flaschen werden dort scheinbar doch auf Sabre-Geräten verwendet, obwohl hier das Gegenteil beschlossen wurde.“ Bürgermeister Michael Muther wusste davon nichts, wollte aber diesen Gerüchten sogleich nachgehen.

Georg Wittmann, Gerätewart und Atemschutzverantwortlicher der Feuerwehr Oberpfaffenhofen, wollte sich zu dieser Angelegenheit nicht äußern. Zu den Anschuldigungen Sturms sagt er lediglich: „Ich kann nur sagen, dass zurzeit alles verworren ist und wir für den 3. Februar eine Sachstandsprüfung geplant haben.“ Bürgermeister Muther möchte allerdings schon in der nächsten Gemeinderatssitzung am Dienstag, 31. Januar, das Thema nichtöffentlich besprechen. „Dort soll dann auch ein neuer Feuerwehrreferent gefunden werden“, kündigte Muther an.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schwerkranke Frau bekommt von Jobcenter nur 4,24 Euro im Monat: Betreuer mit drastischen Schritten
Keine fünf Euro bekommt eine psychisch und körperlich kranke Starnbergerin vom Jobcenter. Der Fall zeigt dramatisch, wie jemand durch das Sozialsystem fallen kann.
Schwerkranke Frau bekommt von Jobcenter nur 4,24 Euro im Monat: Betreuer mit drastischen Schritten
Kaum Sorgen wegen Rekord-Verschuldung
Die Verschuldung des Landkreises wird bis 2023 von 0 auf bis zu 180 Millionen steigen. Das geht aus der Prognose zum Haushalt 2020 hervor, der gestern im Kreisausschuss …
Kaum Sorgen wegen Rekord-Verschuldung
24 Fälle in zwei Wochen: Starnberger Beamte warnen vor falschen Polizisten
Die Anrufe von falschen Polizeibeamten häufen sich. Alleine in den vergangenen zwei Wochen wurden bei der Polizeiinspektion Starnberg mehr 24 Fälle angezeigt. Deshalb …
24 Fälle in zwei Wochen: Starnberger Beamte warnen vor falschen Polizisten
Gebühren steigen: Mehr Geld für die Tonnen
Erstmals seit fast 20 Jahren steigen ab 2020 die Entsorgungsgebühren im Landkreis Starnberg. Grund sind steigende Kosten insbesondere im Biomüllbereich und geringere …
Gebühren steigen: Mehr Geld für die Tonnen

Kommentare