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Die App ist da: Seit gestern ist die Corona-Warn-App nutzbar, auch auch Landrat Stefan Frey hat sie sich gleich aus Handy geholt. Experten rufen dazu auf, die App zu nutzen. 

Warnung bei Kontakt mit Corona-Infizierten

Fachleute im Landkreis sind sich einig: Je mehr die App nutzen, desto besser

Die Corona-App ist seit gestern verfügbar – und auch viele Landkreisbürger haben sie schon geladen. Auf die App setzt auch der Landkreis einige Hoffnungen, wenngleich sich erst in einigen Wochen zeigen wird, ob diese berechtigt sind. Einen neuen Fall gab es schon seit zehn Tagen nicht mehr.

Landkreis– Hinweise auf die seit gestern verfügbare offizielle Corona-Warn-App hat Dr. Bernhard Junge-Hülsing schon ausgedruckt und gut sichtbar in seiner Starnberger Praxis aufgehängt. Auch er selbst hat sich die neue App bereits auf sein Handy geladen und sich einen ersten Eindruck verschafft. Als Versorgungsarzt für den Landkreis hat er direkt mit der Corona-Pandemie zu tun. Wie viele andere hofft er, dass die App von vielen genutzt wird und auch wirkt.

Junge-Hülsings Fazit nach einigen Stunden mit der App fällt positiv aus. Der im Menü der App enthaltene Fragenkatalog sei vernünftig, die App insgesamt einfach zu bedienen, sagt der niedergelassene HNO-Arzt. „Jetzt ist es wichtig, dass möglichst viele sie herunterladen.“ Die Nachverfolgung von Kontaktpersonen durch die Gesundheitsämter werde „auf jeden Fall zuverlässiger“, lautet Junge-Hülsings Einschätzung. Auch für die Zukunft sieht der Versorgungsarzt Potenzial: Durch die App könne bei einer zweiten Welle der Pandemie im Herbst ein möglicher Lockdown lokal und regional begrenzt werden. Es müssten „weniger Leute in Quarantäne“ und die, bei denen die App anschlägt, könnten schneller und gezielter getestet werden.

Zusätzlicher Schutz für Bürger im Landkreis

„Die App bietet eine zusätzliche Möglichkeit für den Infektionsschutz unserer Kreisbürger“, erklärt auch Gesundheitsamtsleiter Dr. Lorenz Schröfl, der die App voraussichtlich auch nutzen wird. „Je mehr Menschen die App nutzen, desto höher wird der Gewinn für den Infektionsschutz sein.“ Hauptziel der Software ist, bei einem positiv Getesteten die Kontaktpersonen (und damit mögliche weitere Infizierte) schnell in Isolation zu bekommen, damit möglichst wenig angesteckt werden. Ob das im Landkreis wirklich funktioniert, muss sich erweisen: „Das wird man frühestens nach einer Testphase von drei Monaten beurteilen können“, sagt Schröfl; erst dann wisse er, wie die App die Arbeit des Gesundheitsamtes bei der Nachverfolgung von Infektionsketten erleichtert. Derzeit stellt sich die Frage nicht so sehr, da es seit zehn Tagen keinen neuen Fall mehr gab.

Auch Landrat rät, die App zu nutzen

Sofort installiert hat die Corona-Warn-App auch Landrat Stefan Frey. „Die App ist Teil der digitalen Telemedizin und damit Ausdruck gesundheitlichen Fortschritts. Dem möchte ich mich öffnen“, sagt er und rät, die App zu nutzen: „Wir wollen möglichst rasch wieder selbstbestimmt und frei leben. Dieses Ziel sollten wir kreativ, modern und zielgerichtet angehen.“ Entscheidend sei, dass Infektionsketten unterbunden werden. „Dazu könnte die App einen wesentlichen Beitrag leisten.“

Die Corona-Warn-App ist für iPhones (mit dem aktuellen System iOS 13.5) im AppStore und Android-Smartphones (ab Version 6.0) im Google-Play-Store erhältlich. Die Nutzung ist freiwillig, persönliche Daten werden nicht erhoben. Die App registriert Handys in der Nähe und merkt sich diese; wer positiv Getestet wird, gibt dies ein – und alle anderen App-Nutzer, die er zuletzt getroffen hat, bekommen eine Info.

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