Team zum Erhalt der Perle am See: Joachim Rhaden und Jasmin Blütling von der Bürgerinitiative pro Feldafing. foto: fkn

APO in Feldafing

Feldafing - Ein neuer Verein namens Bürgerinitiative für Feldafing will nicht zur Kommunalwahl antreten, fordert aber eine Gesamtplanung für den Ort und mehr Transparenz. Wie eine außerparlamentarische Opposition.

Heute ist die notarielle Beurkundung des Vereins. „Wir sind für und nicht gegen etwas“, sagt auf Anfrage Joachim Rhaden, der bei der Gründungsversammlung am Sonntag zum Vorsitzenden gewählt wurde. Rund 30 Leute waren dabei, aber nicht alle sind Mitglieder. Wie viele es sind, will Rhaden nicht verraten.

Von klassischen Bürgerinitiativen, bei denen oft „negative Assoziationen“ geschürt würden, wollen sich die Initiatoren bewusst abheben. Rhaden, der als Osteopath in München tätig ist, bezeichnet als wesentliches Ziel eine „transparente, nachhaltige und langfristige“ Infrastrukturplanung für Feldafing. „Wir möchten die Schönheit der Perle am See erhalten“, sagt die Rechtsanwältin Jasmin Blütling, zweite Vorsitzende des Vereins. Die Initiative fordert eine Gesamtplanung für alle wichtigen Feldafinger Projekte, vom Bundeswehrgelände über den Ortskern bis zur Lipp-Wiese. Einzelthemen, so etwa die Klinikplanung, dürften nicht für sich isoliert betrachtet werden. Gewünscht wird eine allgemeine Informationsveranstaltung der Gemeinde - nicht einer Partei - darüber, was in den nächsten sechs Jahren geplant ist.

Bei der Kommunalwahl strebt die Initiative keine Kandidatur an. Das wäre wegen der bereits abgelaufenen Frist auch gar nicht möglich. Die Initiatoren sehen sich gewissermaßen eher in der Rolle einer Feldafinger APO - einer außerparlamentarischen Opposition - und dabei ausdrücklich parteineutral. „Wir wollen keine Rabatz-Gruppe und keine Wutbürger sein“, sagt Rhaden, „aber jede Gruppe hat ihre Historie und ihre Zwänge.“ Man habe aber schon mit Gemeinderäten aller Parteien und Gruppierungen Kontakt aufgenommen. „Wir wollen Gehör finden“, sagt Rhaden, „da muss man mit allen sprechen.“

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