Patrick Follmann will unbedingt 2012 inLondon dabei sein. foto: hch

Follmanns Ziel heißt London 2012

Tutzing - Segler Patrick Follmann vom Deutschen Touring Yacht-Club will sich als erster Deutscher seit zwölf Jahren im Laser für Olympia qualifizieren.

Patrick Follmann wird demnächst sein Studium der Finanzmathematik für zwei Jahre ruhen lassen. Schließlich will er 2012 im olympischen Segelrevier von Weymouth um Medaillen kämpfen.

Was so selbstverständlich klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als gewaltiges Vorhaben. Weder für Sydney noch für Athen oder für Peking hat ein Lasersegler aus der Bundesrepublik die geforderte Norm erfüllt. Um nach zwölf Jahren als erster Deutscher bei Olympia an den Start zu gehen, müsste Follmann bei der Weltmeisterschaft 2011 in Australien einen Platz unter den ersten Fünfzehn belegen und bei einem der Worldcups in Weymouth, Kiel oder Holland unter den besten Zwanzig landen. Das ist fast aussichtslos, da dem Münchner nur zwei Jahre bleiben, um sich in der Weltspitze zu etablieren.

Im vergangenen Sommer hat er wegen seines Studiums die internationalen Regatten nur sporadisch besuchen können. "Es war ein schwieriges Jahr", räumt er ein, in dem die Erfolge dünn gesät waren. Das hängt auch mit dem hohen Niveau in seiner Bootsklasse zusammen, wo weltweit der größte Konkurrenzkampf tobt.

Immerhin gelang es Follmann, sich national zu behaupten. In der deutschen Rangliste ist er Fünfter. "Diesen Rückstand versuche ich nun aufzuarbeiten", kündigt er an. Obwohl der vergangene Sommer unter der Rubrik "Schnupperkurs Weltklasse" zu verbuchen war, hat Follmann wertvolle Erfahrungen gesammelt, die ihm nun als Orientierung für Olympia dienen. "Ich weiß, woran ich noch arbeiten muss", sagt er. Follmann hat aber auch erkannt, dass er eine Chance besitzt, wenn er seine Stärken zur Entfaltung bringt: "Ich weiß jetzt, dass die anderen auch nur mit Wasser kochen."

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