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Werbetrommel ohne Wirkung: Landrat Karl Roth (l.) und Gilchings Bürgermeister Manfred Walter hatten für eine FOS/BOS in Gilching geworben. Die Einschreibezahlen reichen dem Ministerium jedoch nicht. Beide stehen jetzt mit leeren Händen da.

Rückschlag für Bildungsregion Starnberg

FOS/BOS in Gilching: Absage aus München

Starnberg/Gilching - Eine Fachober- und Berufsoberschule (FOS/BOS) in Gilching hat derzeit keine Chance, vom Kultusministerium genehmigt zu werden. Der Kreis gibt jedoch nicht auf.

Absehbar war es, doch nun ist es sicher: Das Kultusministerium sieht keinen Bedarf, ab Herbst 2014 in Gilching eine FOS/BOS zu genehmigen. Zwar haben sich mit 241 Schülern bei der zweiten Probeeinschreibung im Februar mehr Schüler für Gilching entschieden als 2013, dem Ministerium ist es aber nicht genug. Denn: Von vier Fachbereichen würden nur zwei auf zwei Klassen kommen. Das Ministerium nimmt nur diese Richtungen als Basis für die Hochrechnung des Gesamtpotenzials. Nach einem Berechnungssystem, das auch den Absprung von angemeldeten Schülern einkalkuliert, kommt das Ministerium auf 118 bis 147 Schüler zum Start. Und das reicht ihm nicht.

Landrat Karl Roth hatte am Wochenende mit Spitzen des Landratsamtes die Zahlen durchgerechnet und kam auf fünf Klassen, mit denen die FOS/BOS starten könnte. Er diskutierte dies auch mit Kultusminister Ludwig Spaenle, der am Wochenende bei der CSU-Klausur im Kloster Andechs war. Ergebnis: Über die Zahlen könne man nochmal reden, erklärte Roth am Montag im Kreistag zum Ausgang des Gesprächs, über mehr aber auch nicht. Einer dritten Probeeinschreibung für Gilching habe Spaenle eine klare Absage erteilt.

Der Kreistag folgte einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung, eine Fortsetzung des bisherigen Systems mit ausgelagerten Klasse der FOS/BOS Fürstenfeldbruck in Gilching anzustreben. Dies böte eines Tages vielleicht die Chance auf eine eigenständige FOS/BOS. Allerdings macht sich im Gremium Ernüchterung breit. "Vielleicht müssen wir uns eingestehen, dass wir diese Schule nicht bauen können", sagte Vize-Landrat Albert Luppart (Freie Wähler).

Nach der Absage an Gilching flammt die Debatte über den Standort wieder auf. Viele hätten die FOS/BOS gerne in Starnberg gehabt.

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