Entwurmt: Die Masse der Füchse – „Faust“ beispielsweise wurde in Hechendorf gefangen – in jenen Teilen des Landkreises, in denen der Fuchsbandwurm bekämpft wird, ist bandwurm-frei. Foto: Janko/FKN

Fuchsbandwurm: Gefahr beinahe gebannt

Starnberg - Die Füchse sind beinahe entwurmt: Durch die konsequente Bekämpfung des Fuchsbandwurmes in einigen Gemeinden im Landkreis Starnberg ist die Infektionsgefahr für die Bevölkerung rapide gesunken.

Der Fuchsbandwurm war vor mehr als fünf Jahren noch in jedem zweiten Fuchs im Landkreis Starnberg zu finden. In den Gemeinden, die sich einem Bekämpfungsprojekt der TU München angeschlossen haben, liegt die Befallsrate nach vier Jahren bei unter zwei Prozent. Die Gefahr für die Bürger sei minimiert worden, stellen die Forscher zufrieden fest.

Der Fuchsbandwurm kann auch den Menschen befallen und führt unbehandelt zum Tod. Er wird durch Eier übertragen, die den Menschen etwa beim Kontakt mit infizierten Tieren oder beim Verzehr ungewaschener Wald- und Gartenfrüchte anstecken können. Im Fünfseenland gibt es mindestens vier Fälle von Fuchsbandwurm beim Menschen - eine Krankheit, die behandel-, aber nicht heilbar ist.

Die Köder mit Entwurmungsmitteln werden alle sechs Wochen per Flugzeug und von Hand ausgebracht. Dadurch wird der Kreislauf des Bandwurms durchbrochen: Gibt es kaum noch infizierte Füchse, gibt es keine Eier, die Wirtstiere wie Mäuse anstecken, die wiederum Füchse anstecken. Von 49 untersuchten Füchsen im Sommer 2009 war nur einer Infiziert. Und bei diesem ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er aus einem anderen Gebiet zugewandert ist.

Vor allem die Köder-Ausbringung von Hand sorgt für den Erfolg, denn Füchse sind bereits in den Städten heimisch. Mehr dazu ist auch in einem Bericht des MDR-Fernsehens zu sehen, der am 2. Februar um 20.45 Uhr ausgestrahlt wird und in dem die Füchse im Landkreis Starnberg ein Thema sind.

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