Seit mehr als zehn Jahren versucht der Freistaat, die Albers-Villa zu versilbern. Foto: svj

Grundstück mit Albers-Villa ein Fall für Liebhaber

Garatshausen - Ein kleines, aber feines Hotel mit Gastronomie, Tagungsräumen, Wellnessbereich und Tiefgarage. Das kann sich Feldafings Bürgermeister Bernhard Sontheim auf dem Gelände der Albers-Villa vorstellen.

Seit 40 Jahren gehört das Grundstück mit der Villa des Schauspielers Hans Albers dem Freistaat Bayern, und seit rund zehn Jahren versucht dieser, den Besitz zu verkaufen. Bisher ohne Erfolg.

Nun gibt es seitens der Gemeinde, die sich dafür einsetzt, dass das Gelände wie vertraglich vereinbart für die Öffentlichkeit begeh- und erlebbar wird, einen ersten Entwurf. Bürgermeister Sontheim präsentierte den Bebauungsplan 64 „Albers-Villa - Zum Blonden Hans am See“ der Architekten Rudolf Reiser und Christoph Goslich im Spiegelsaal von Schloss Garatshausen. Demnach würde die Villa abgerissen, denn die Bausubstanz sei zwar in Ordnung, aber „nicht mehr zeitgemäß“. Auf der Fläche würde dann ein dreigeschossiges Gebäude mit acht Hotel- und drei Fremdenzimmern entstehen.

„Ich habe zwei potenzielle Investoren, von denen einer stark interessiert ist“, so Sontheim. Allerdings habe sich dieser bereits geäußert, dass das Projekt größer geplant werden müsste, um es wirtschaftlich betreiben zu können. Daher könne sich der Rathauschef zusätzlich zwei Satelliten-Gebäude vorstellen, die eventuell unterirdisch mit dem Hauptgebäude verbunden sind.

Der Freistaat hatte bislang versucht, sein Filetstück in bester Lage zu versilbern. Von zehn Millionen Euro war die Rede, was nach der Überplanung der Gemeinde wegen auf dem Gelände befindlicher kartierter Biotope sowie eines gesetzlich vorgeschriebenen freien Zugangs zum See utopisch sein dürfte. In der Bürgerversammlung wurde deutlich, dass das Projekt etwas für jemanden mit viel Eigenkapital ist und ein Kaufpreis von drei bis vier Millionen Euro eher realistisch sei. „Ganz klar ein Fall für einen Liebhaber“, so Andreas Kapphan vom örtlichen Kulturverein.

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