Das BRK hat in Garatshausen investiert: Marcus Wicke (l. mit BRK-Kreischef Jan Lang) leitet die Einrichtung. Foto: nz

BRK öffnet traumhaften Park für alle

Garatshausen - Etliche Parks und Grünanlagen an den Ufern des Starnberger Sees sind mittlerweile für die Bevölkerung geöffnet. Auf dem Gelände des komplett umgebauten ehemaligen Kreisaltenheims in Garatshausen wird förmlich um die Bürger geworben.

Was für ein Ambiente: Alter Baumbestand, gepflegte Wege direkt am Ufer des Starnberger Sees, das Schloss der Fürstenfamilie Thurn und Taxis fast zum Greifen nah. Bänke und ein Steg laden zum Verweilen am Wasser ein. Jeder Bürger und jeder Fremde ist hier willkommen, wirklich jeder, versichert Marcus Wicke. Er leitet das traumhaft gelegene Areal, das Teil der Anlage „Schloss Garatshausen - Pflege und Wohnen am See“ ist.

Der Starnberger Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) hat das frühere Kreisaltenheim für 16 Millionen Euro saniert und umgebaut. Schon bald soll alles fertig sein. Die Öffnung für die Bevölkerung gehört zum Konzept. Sie passt zu einer ähnlichen Haltung bei anderen Parks am oder nahe beim See. Wer will, darf etwa auch auf den Arealen der Klinik Höhenried und des Buchheim Museums in Bernried oder der Akademie für politische Bildung in Tutzing jederzeit lustwandeln.

Das BRK scheint praktisch jede Gelegenheit nutzen zu wollen, seine Öffnung plakativ zu demonstrieren. So fand kürzlich gleichzeitig mit den Garatshausener Feiern zur Einweihung der neuen Kapelle auf dem Schlossgelände ein Sommerfest statt, und der Schlosspark wurde für einen ökumenischen Festgottesdienst zur Verfügung gestellt. In einer kleinen Kapelle auf der seenahen Anlage, die auch von der Fürstenfamilie genutzt wird, ist immer samstags um 10 Uhr Gottesdienst der katholischen Kirche von Tutzing.

Wicke würde die Bevölkerung gern noch mehr einbeziehen. „Wir könnten hier zum Beispiel einen Stammtisch für die Garatshausener machen“, sagt er. Hochzeitsfeiern, Geburtstagsfeste, Seminare sind möglich - zum Beispiel im historischen Spiegelsaal. Die moderne Küche des Hauses könne „vom Drei- bis zum Fünf-Gänge-Menü“ alles bewerkstelligen, sagt Wicke. Das Café kann mittwochs bis sonntags an Nachmittagen besucht werden. „Wir würden gern jeden Tag öffnen“, sagt Wicke, „finden aber zurzeit kein Personal.“

Das Verhältnis zu Thurn und Taxis scheint gut zu sein. Als nach den hohen Aufwendungen das Geld für eine neue Schranke an der Einfahrt fehlte, hat Wicke Fürstin Gloria kontaktiert. Die Fürstenfamilie, die ebenfalls diese Zufahrt benutzt, übernimmt nun die Hälfte der Kosten.

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