Im Verkehr fürchten die Garatshausener zu ersticken, wenn die Ortsverbindung nach Traubing hochgestuft wird. Foto: aj

Garatshausener fürchten wachsenden Verkehr

Garatshausen - Ds Thema Verkehr brennt den Garatshausenern unter den Nägeln wie kein zweites. Sie fühlen sich als Spielball der Interessen von Nachbargemeinden

Besonders vom direkten südlichen Nachbarn Tutzing fühlen sich Garatshausener "bedroht". Im Zuge der Umwidmung der Ortsverbindung nach Traubing zur Staatsstraße und den baulichen Entwicklungen in Tutzing (neue Einkaufsmärkte) sehen die Bewohner des Feldafinger Ortsteils die Vernehrsbelastung weiter zunehmen.

Diesen Erwartungen widersprachen Feldafings Bürgermeister Bernhard Sontheim und die Verkehrsplanerin Bettina Twiehaus aus Tutzing bei der Ortsteilversammlung im Spiegelsaal des Schlosses unter Hinweis auf Berechnungen des Ingenieurs Prof. Harald Kurzak. Allerdings sei dessen Modell nicht „feingliedrig“ genug für konkrete Prognosen der Verkehrsentwicklung in Garatshausen, schränkte Twiehaus ein. Doch die Bürger blieben skeptisch. Cornelia Beck-Kapphan sagte, dass der Lieferverkehr zum neuen Einkaufszentrum im Tutzinger Süden gleich zweimal durch Garatshausen rollen werde - hin und zurück.

Generell zweifeln viele Garatshausener an ihrer „Gestaltungsfreiheit“, wie es einer von ihnen formulierte. Sontheim gab sich alle Mühe, die Bedenken zu zerstreuen. Doch wie wenig sich die Bürger berücksichtigt fühlen, verdeutlichte eine Äußerung von Beck-Kapphan. „Garatshausen ist ja gar nicht eingetragen“, rief sie aus, als eine Karte mit Straßen und Verkehrsbeziehungen per Beamer an die Wand geworfen wurde: „Den Ort gibt’s gar nicht...“

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