Gasaustritt in Bad Wiessee - Gelände großräumig abgesperrt

Gasaustritt in Bad Wiessee - Gelände großräumig abgesperrt
+
Immer wieder wird um die Stärke der gelben Säcke gestritten.

AWISTA

Gelber Sack bleibt, Tonne mit Fragezeichen

Der Gelbe Sack bleibt dem Landkreis Starnberg auch in den kommenden Jahren erhalten. Ob die Gelbe Tonne kommt, muss noch besprochen werden.

Landkreis– Der Gelbe Sack bleibt dem Landkreis auch in den kommenden Jahren erhalten, und die Foliendicke soll nicht abnehmen. Das sind die Ziele des AWISTA für die Verwertung der so genannten Leichtverpackungen für die Jahre bis 2021. Ob der Landkreis eine Gelbe Tonne einführt, ganz oder nur für bestimmte Regionen, muss später besprochen werden. Der Streit um die Sackstärke hat indes einen kuriosen Verlauf genommen.

Jeder kennt den Gelben Sack, weil er ohne ihn nicht auskommt. Viele kennen auch die Probleme mit der Reißfestigkeit, wenn die vom AWISTA mit dem Dualen System Deutschland (DSD), das für die Abholung der Leichtverpackungen zuständig ist, vereinbarte Dicke nicht eingehalten wird. 22 µm sollen es sein bei einer bestimmten Folienart (LDPE). Zuletzt Ende vorigen Jahres konnte der vom DSD beauftragte Entsorger Remondis keine Säcke dieser Stärke mehr herausgeben, weil Lieferungen ausblieben, und verteilte dünnere – was manche Bürger fast zum Platzen brachte. Seither gehen Briefe und Gutachten hin und her zwischen AWISTA, Remondis und DSD, weil die Starnberger die vereinbarte Stärke nicht erfüllt sehen. Der TÜV gab ihnen Recht – ein Probesack habe nur 17 µm gehabt. Ein Gegengutachten vom Hersteller ergab 22 µm. Ja, was denn nun?

Durch weitere Nachfragen beim TÜV konnte Werkleiter Peter Wiedemann gestern der Verbandsversammlung eine Erklärung anbieten: „Wir haben Recht, die anderen aber auch.“ Da waren die Fragezeichen der Verbandsräte förmlich greifbar. Der TÜV maß auf einer Fläche von fünf auf fünf Millimeter und kam auf 17, der Hersteller maß auf einer Fläche von zehn mal zehn Millimeter und kam auf 22 µm. Beides ist korrekt, denn eine festgelegte Methode für die Sackstärkenmessung gibt es nicht.

Was heißt das nun für den Bürger? Der AWISTA vereinbarte mit dem DSD, dass bis 2012 die bisherigen Regelungen weitergelten – also mit stärkeren Säcken. Auf eine Festlegung der Messmethode wollte sich das DSD nicht einlassen, sagte aber zu, selbst für ausreichend starke Säcke zu sorgen, sollte es wieder Lieferengpässe geben. Damit bleibt alles, wie es ist war. Die Kunden wird das nicht stören, denn bei einer Befragung vor einigen Monaten gaben mehr als 80 Prozent an, mit dem Sack zufrieden oder sehr zufrieden zu sein.

Oder vielleicht doch nicht. Wegen eines neuen Gesetzes über Verpackungen könnte der AWISTA im kommenden Jahr mit konkreten Planungen für eine Gelbe Tonne als Ersatz für den Sack beginnen. Wiedemann stellte als Möglichkeiten in den Raum, den Sack komplett abzuschaffen oder die Gelbe Tonne nur innerstädtisch einzusetzen, auf dem Land aber beim Sack zu bleiben. Auch der Abholrhythmus steht zur Diskussion (vier statt zwei Wochen). Über diese Fragen wird jedoch erst in einigen Monaten oder Jahren beraten.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ab 2019 geänderte Abfuhrtage
Für einige Haushalte im Würmtal und am Westufer des Starnberger Sees ändern sich im kommenden Jahr die Abfuhrtage, an denen die Mülltonnen geleert werden. Im neuen …
Ab 2019 geänderte Abfuhrtage

Kommentare