Gemeinde geht das Geld aus

Weßling - Weil die Gewerbesteuereinnahmen einbrechen, muss in Weßling der Wasserpreis neu kalkuliert werden.

Es steht schlecht um Weßlings Finanzen. Vor allem der Einbruch der Gewerbesteuer bereitet Kämmerer Sebastian Görlitz Bauchschmerzen. Während im Ansatz mit 3,6 Millionen Euro Einnahmen gerechnet worden war, ist das Soll auf 2,7 Millionen reduziert worden. Tatsächlich stehen erst rund 850 00 Euro auf der Haben-Seite. Darin sind aber die Rückzahlungen von 1,3 Millionen Euro enthalten. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden zur selben Zeit bereits 2,1 Millionen Euro eingenommen. „Eine Besserung ist kurzfristig nicht in Sicht“, sagte Görlitz. Der wirtschaftliche Aufschwung greife bei den Kommunen erst mit Verzögerung.

Man müsse nun an den Gebühren schrauben, betonte Görlitz. Das Landratsamt fordere, dass die Kommunen alle Einnahmequellen ausschöpfen, bevor sie Kredite aufnehmen. So müsse der Wasserpreis im Herbst neu kalkuliert werden. Die Gemeinde erwirtschaftet nur 60 Prozent des Deckungsbereichs. Das wird von der Rechtsaufsicht nicht akzeptiert. Muther: „Wir sind zu billig, um kostendeckend zu sein.“ Den niedrigen Hebesatz für die Gewerbesteuer will Muther nicht verändern. Er sei attraktiv für die Unternehmen.

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