Gemeinde will Juristen einschalten

Gilching - Gilchings Gemeinderäte wollen am Starnberger Weg keinen Discounter. Weil das Landratsamt anderer Meinung ist, soll jetzt ein Jurist ran.

Wie vom Gremium befürchtet, soll das Nein des Gemeinderats zur Genehmigung für das Vorhaben am Starnberger Weg durch ein Okay des Landratsamts ersetzt werden.

Bauamtsleiter Max Huber verwies, wie schon in der Bauausschusssitzung, auf den rechtsgültigen Bebauungsplan aus dem Jahre 1975. Danach steht der Ansiedlung eines Geschäftshauses am Starnberger Weg mit großflächigem Einzelhandel, insgesamt geht es um 1600 Quadratmeter Verkaufsfläche, nichts im Wege.

Dorothea Heutelbach (CSU) erinnerte an das „teure Einzelhandelskonzept“, in dem vor einem weiteren Discounter außerhalb des Ortszentrums gewarnt wurde: „Kommt der Discounter, können die Läden an der Landsberger- und Römer Straße dicht machen. Das wollen wir alle nicht. Wir müssen uns Gedanken machen, diesen Supergau zu verhindern.“ Michael Hauser (CSU) schlug vor, eine Veränderungssperre für das Grundstück zu erlassen und einen Bebauungsplan aufzustellen. Dass dies nicht so einfach geht, erklärte Bürgermeister Manfred Walter. Denn schlimmstenfalls, „weil wir etwas verhindern, das eigentlich genehmigungswürdig ist“, droht der Kommune eine Schadensersatzklage. Walter: „Da muss ein Jurist ran. Dieser kann aber erst tätig werden, wenn der Genehmigungsbescheid der Kreisbehörde vorliegt. Danach kann geklagt werden.“

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