Kommunale Heizungskeller der Ammerseegemeinde wurden von den Workshopteilnehmern aus Inning, Seefeld und Weßling genau unter die Lupe genommen – und bemängelt. Foto: TEWI

Es gibt noch viel zu tun

Inning - Das sich beim Energiesparen mit wenig Aufwand viel erreichen lässt, bewies ein zweitägige Workshop „Kommunales Energie Management“, der in Inning stattfand. Es gibt aber noch viel zu tun.

Eingeladen hatten das Team Energiewende Inning (TEWI), die Gemeinde Inning und der Verein Energiewende Landkreis Starnberg, um mit Vertretern der Landkreiskommunen praxisnah Lösungen zur Senkung des Energieverbrauchs kommunaler Gebäude zu suchen. Das Angebot, mehr über Modernisierungskosten und Amortisation zu erfahren, stieß auf wenig Resonanz.

Neben dem Inninger Gemeinde-Hausmeister machten sich allein Vertreter der Gemeinden Seefeld und Weßling, des Landratsamts und der Energiegenossenschaft Fünfseenland mit den Veranstaltungspartnern - der Energieagentur Nordbayern (EAN) und einem Automatisierungstechnikunternehmen - an die Erforschung energetischer Schwachstellen. Diese wurden schnell entdeckt nach dem prüfenden Expertenblick in die Heizungskeller, die jeweils Grundschule, Kindergarten und Hort sowie das Haus der Vereine und die Mehrzweckhalle mit Heizenergie versorgen. Das Resultat: Mit Insellösungen ist keine Einsparung mehr zu erreichen.

Weil ein modernes Steuerungssystem fehlt, ist eine effektive Kommunikation der Geräte untereinander nicht möglich. Wilhelm Knape, Vorsitzender des Vereins Energiewende Landkreis Starnberg, wunderte sich, dass sich in „einer der Vorreitergemeinden des Landkreises“ und trotz des Engagements des Inninger TEWI-Teams „doch noch relativ große Brocken“ gefunden wurden. „Man verbläst halt jeden Monat einen Batzen Geld“, urteilte Mirko Scholz, Inninger Dienstleister im Messtechnikbereich. Er empfahl, die Anlagen von einem unabhängigen Fachmann noch einmal kontrollieren zu lassen. Das fange schon bei der Planung an. Es werde oft am falschen Ende gespart.

Ob die Gemeinde Inning die empfohlenen Verbesserungsmaßnahmen mit künftigen Einsparmöglichkeiten von bis zu 30 Prozent umgesetzt wird und einen Beratervertrag mit der EAN oder einem anderen Dienstleister abschließt, wird sich zeigen. Riesig sei das Energiesparpotential bei den 95 Prozent nicht kommunalen Gebäudebesitzern, war das Fazit von Herbert Schwarz, dem Umweltberater des Landkreises im Landratsamt Starnberg.

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