Die Grafik zeigt die Entwicklung der Gewerbesteuer in den unterschiedlichen Gewerbegebieten der Gemeinde Gilching. Grafik:Gemeinde

Gilchings Goldgrube befindet sich im Süden

Gilching - Das einst umstrittene Gewerbegebiet Süd hat sich zur wichtigen Geldquelle gemausert.

Eine Entwicklung der Steuereinnahmen zwischen 2005 und 2009 präsentierte Birgit Jaskolla vom Steueramt in der jüngsten Ratssitzung in Gilching. Fast unbemerkt haben sich die Unternehmen im Gewerbegebiet Süd zu zahlungskräftigen Steuerzahlern entwickelt. Machte das Steueraufkommen 2005 (82000 Euro) gerade einmal zwei Prozent von den gesamten Gewerbesteuereinnahmen (vier Millionen Euro) aus, sind es heute 32,9 Prozent und damit 2,5 Millionen Euro. Zum Jahresende waren insgesamt 46 Firmen mit rund 400 Mitarbeitern gemeldet.

Neu hinzu kommt Baustufe II. Wie berichtet, sind die noch brach liegenden Flächen zum größten Teil verkauft. Laut Projektentwickler Franz Xaver Erlacher soll noch in diesem Jahr Baubeginn sein. Unter anderem wird sich Optotechnik Heine aus Herrsching ansiedeln.

Ähnlich gut entwickelt hat sich das Gewerbegebiet Friedrichshafener Straße. Der Anteil an den Steuer-Einnahmen erhöhte sich seit 2005 (rund 100 000 Euro, 2,5 Prozent) bis Ende 2009 auf 461 000 Euro (6,26 Prozent). Gemeldet sind 22 Firmen mit rund 90 Mitarbeitern.

In dem Maß, wie die neuen Gewerbegebiete expandiert haben, rückte das alte Gewerbegebiet zwischen Starnberger Weg und Talhofstraße in seiner Bedeutung als Steuerzahler in die zweite Reihe. Machte der Anteil am Steueraufkommen 2005 noch 40,6 Prozent (1,6 Millionen Euro) aus, liegt der Anteil heute bei 14,2 Prozent (rund eine Million Euro).

Für das Ratsgremium überraschend war, dass die restlichen in Gilching gemeldeten Betriebe immerhin noch 46,7 Prozent zum Steueraufkommen beitragen. Zusammengefasst spielen die drei Gewerbegebiete Süd, Flughafen und Starnberger Weg rund vier Millionen ein, die übrigen Betriebe rund 3,5 Millionen Euro. Das Gesamtsteueraufkommen für 2009 gab Jaskolla mit rund 7,5 Millionen Euro an. Davon wiederum müssen an den Kreis rund 1,4 Millionen abgeführt werden.

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