Gute Noten für die Kinderbetreuung hat die Gemeinde Berg von einem externen Gutachter bekommen. Foto: dpa

Gute Noten für Kinderbetreuung

Berg - Eine Eins minus bekommt Berg für seine Kinderbetreuung. Ein externes Gutachten sieht die Kommune sieht die Kommune, die jährlich über 600.000 Euro für Kinderbetreuung ausgibt, auf einem guten Weg.

Der Trägerwechsel vom BRK zu KinderArt hat die Noten deutlich verbessert: Eine Drei vergab Stephan Mahlert von der Firma Muc-Consulting für die bis Ende August vergangenen Jahres vom Roten Kreuz geführten Einrichtungen. "In der Vergangenheit konnte aufgrund der Intransparenz der Abrechnungen, der Unzufriedenheit einiger Eltern und der lang anhaltenden Diskussion über die Betreuungsqualität in der Öffentlichkeit nur die Note 3 vergeben werden", sagt Mahlert. Der neue Träger KinderArt bekommt die Note 2 von den Gutachtern, weil er wesentlich transparenter agiert. Insgesamt erhält die Gemeinde die Note 1 minus: "Die Gemeinde hat ihre Hausaufgaben rechtzeitig gemacht", begründet Mahlert die Benotung. "Mit dem baldigen Schaffen erster fehlender Krippenplätze und der aktiven Planung eines Ganztsgsschulkonzeptes stellt die Gemeinde Berge eine durchgängige Vollversorgung für die Berger Kinder vom ersten Lebensjahr bis zur weiteführenden Schule sicher."

Das Ganztagskonzept für die Oskar-Maria-Graf-Schule steckt allerdings noch in den Kinderschuhen. Mahlert riet dem Gemeinderat jedoch, möglichst schnell zu einem Ergebnis zu kommen. Denn noch gebe es Fördergelder, daher sei die Devise: "Ja früher, desto besser."

Rund 330 Kinder werden in Berg betreut. Ursprünglicher Grund für die Studie der Muc-Consulting war zu prüfen, wie die Gemeinde den Übergang zum Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) geschafft hat. Das Gesetz stellte die staatliche und kommunale Förderung um: Nicht länger wird personalbezogen gefördert, sondern nach Betreuungsstunden. Bestenfalls, so Mahlert, seien die Kosten für die Betreuung gedrittelt: ein Drittel zahlen die Eltern, ein Drittel der Freistaat und ein Drittel die Kommune. In Berg habe man das fast überall geschafft.

Noch ein Fazit ziehen die Gutachter: Entgegen der Befürchtungen bei Inkrafttreten des BayKiBiG ist die Förderung nicht weniger geworden. Zumindest nicht in der Gemeinde Berg: Lediglich das Montessori-Kinderhaus auf Biberkor und die Kinderkrippe in Höhenrain fahren mit dem BayKiBiG schlechter als zuvor. Die übrigen fünf Einrichtungen bekommen mehr Fördergelder durch die neue Berechnungsgrundlage.

Die Studie gibt der Gemeinde auch Handlungsanweisungen für die Zukunft. Denn die Zahl der geborenen Kinder wird von rund 75 auf 60 pro Jahr sinken. Die Studie empfiehlt unter anderem den Ausbau der Krippenplätze und die zügige Einrichtung der Ganztagsschule.

Auch interessant

Kommentare