Hilfe für die Erdbebenopfer leistete Michael Deininger vom THW Starnberg elf Tage lang vor Ort in Haiti.

THW auf Haiti: Eine irre Schadenslage

Starnberg - Seit Sonntag ist Michael Deininger wieder daheim. Elf Tage lang hat er auf Haiti Erdbebenhilfe geleistet - und der katastrophenerfahrene Helfer ist beeindruckt vom Ausmaß der Schäden

Die Menschen fragten vor allem nach Wasser, Essen und Medikamenten. „Wir haben versucht, dort zu helfen, wo es nötig ist, aber die Organisation ist sehr schwierig“, berichtet Deininger. Priorität war, einen geeigneten Standort für den Bau einer Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) zu finden. Den ganzen Tag waren die Hilfskräfte für die Suche nach möglichen Abgabepunkten für Hilfsgüter unterwegs.

Da mehrere Waisenhäuser mit vom THW aufbereiteten Wasser beliefert werden, hatte Deininger mit diesen direkt zu tun. „Der Anblick von 30 bis 80 Waisenkindern in allen Altersstufen hat mich als Familienvater sehr getroffen.“

Auch das Nachbeben am vergangenen Mittwoch hat Deininger miterlebt. „Wir waren zu der Zeit in der Deutschen Botschaft. Ich habe schon mehrere Erdbeben erlebt, darunter auch schlimmere, wie zum Beispiel in Pakistan. Aber man hat natürlich ein mulmiges Gefühl wegen der anderen Menschen, die davon betroffen sind.“

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