Kreischef Harald Schwab (r.) fand beim CSU-Jahresempfang scharfe Worte. Foto: svj

Auf dem Heiligen Berg erschallen Durchhalteparolen

Andechs - Selbstkritik, Standortbestimmung und Durchhalteparolen gab es beim Neujahrsempfang des CSU-Kreisverbandes Starnberg am Freitagabend in Andechs reichlich.

Sozialministerin Christine Haderthauer als Hauptrednerin war sichtlich bemüht, ihren Parteikollegen Selbstvertrauen zu geben. Indessen fand Kreischef Harald Schwab scharfe Worte. "Die Menschen suchen Leitplanken", sagte er, die CSU müsse daher Werte vermitteln und klare Standpunkte vertreten. Auch auf lokaler Ebene, denn Schwab bezeichnete eine Gerichtsentscheidung zum Waldkindergarten in Wörthsee, dessen Kinder zunächst nicht am geplanten Standort spielen dürfen, als „Skandalurteil“.

Ebenso müsse Schluss sein mit dem Herumnörgeln an der FDP, die CSU-Spitze mit Ausnahme von Ilse Aigner und Karl-Theodor zu Guttenberg besteht Schwabs Ansicht nach nur aus Solisten. Die Basis müsse mehr Gewicht bekommen, weil sie den Menschen näher sei als die Spitze.

Die CSU sieht Haderthauer trotz allem in einem guten Zustand: „Wir haben die besten Leute.“ Denn: „Wer kann es den Menschen erklären, wenn nicht wir?“

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