Schüchtern schaut Klara den Klinikclowns (l.) und den Sponsoren Thomas Vogl (r.), Reinhard Renner und Elisabeth Makepeace (Leiterin Klinikclowns) zu, wie sie Faxen machen. Foto:Jaksch

"Humor ist ansteckend und heilsam"

Starnberg - Alle zwei Wochen hört man ein ungewohntes Lachen aus den Krankenzimmern des Starnberger Klinikums - immer dann, wenn die Klinikclowns wieder unterwegs sind.

Ein bisschen verschüchtert ist die kleine Klara schon, die mit ihrer Mutter im Klinikum Starnberg liegt - reden will sie erstmal nicht. Aber sie beobachtet genau, wie Dr. Knall-Zausel und Dr. Luzi sich mit ihrer Puppe Max unterhalten. Dr. Knall-Zausel und Dr. Luzi sind Clowns. Alle zwei Wochen besuchen sie Kinder und ältere Patienten im Starnberger Krankenhaus, um sie aufzuheitern und abzulenken.

„Das ist unsere Form der Therapie“, sagt Reinhard Renner vom Lions Club Starnberger See Ludwig II. Am Dienstag überreichte er dem Verein zusammen mit VR Bank-Vorstand Thomas Vogl einen Scheck in Höhe von 6000 Euro. Elisabeth Makepeace, Vorsitzende der Klinikclowns, bedankte sich: „Konstante Spender sind wichtig.“

Denn nach den Besuchen der Clowns sei es häufig leichter, mit den Patienten zu sprechen, die dann gelöster sind, so Cornelia Dettweiler von der Pflegedienstleitung des Klinikums. „Unsere Erfahrungen bestätigen, dass Humor ansteckend und heilsam ist.“

Zum Abschied pumpen Dr. Luzi und Dr. Knall-Zausel gemeinsam und mit großer Anstrengung einen roten, herzförmigen Luftballon auf und schenken ihn der Puppe Max. Dann verabschieden sie sich von Mutter, Kind und Puppe Max. Klara schaut ihnen lange hinterher. Dr. Roland Tratzmüller, Leitender Oberarzt der Kinderabteilung, ruft ihnen zu: „Ihr könnt gerne noch öfters kommen.“ sm

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