Von Mathias Kado bis Christine Wieland: Margrit Lurz hat im Berger Marstall Werke von 20 Künstlern zusammengestellt, auch Bilder der Starnberger Stadtmalerin Wieland. Foto: Jaksch

20 Jahre, 20 Künstler, eine Ausstellung

Berg - 20 Künstler, einer für jedes Jahr: Mit der Gemeinschaftsausstellung „januarnullzehn" feiert die Gautinger Galeristin Margrit Lurz an diesem Wochenende im Berger Marstall das zwanzigjährige Bestehen ihrer „Wandergalerie".

Für die bunte Schau zum Jubiläum hat sie Künstler mit klingenden Namen wie den Bildhauer Ottmar Hörl, der durch seine konzeptionellen Arbeiten aus seriell gefertigten Kunststofffiguren bekannt geworden ist, sowie langjährige Weggefährten wie Dieter Benecke und Folker Lerche ausgewählt. Vertreten sind aber auch einige Künstler aus der Region: Die Berger Malerin Hannelore Jüterbock hat zwei sonnige Landschaften aus ihrem Winterdomizil in Südfrankreich geschickt, Dazze Kammerl zeigt einige seiner kaleidoskopartigen Farbdrucke, auch Klaus Walterspiel aus Berg bestückt eine Wand mit figurativen Arbeiten. Sigrid Wever aus Tutzing treibt ihre Liebe zur Farbe Rot – in diesem Fall ist es ein warmer Karminton – mit monochromen großformatigen Papierfahnen auf die Spitze.

Und schließlich wird auch der Starnberger Stadtmalerin Christine Wieland ein gebührender Platz eingeräumt. Sie zeigt Arbeiten aus der 2009 entstandenen Serie OCCUR: Auf großformatigen Leinwänden werden Ereignisse aus Geschichte und Gegenwart, aus Politik, Kultur und Wissenschaft, verfremdet und verschlüsselt dargestellt, Zeitungsschlagzeilen fragmentiert und extrem vergrößert, die Bildinhalte lassen sich meist nurmehr erahnen.

Der Marstall ist mit Sicherheit in atmosphärischer wie architektonischer Hinsicht ein interessanter Raum. Ihn mit Kunst zu bespielen, ist allerdings immer wieder eine Herausforderung. Margrit Lurz nutzt ihn bei dieser Ausstellung vor allem für eine spannende Gegenüberstellung recht unterschiedlicher bildhauerischer Positionen: Die Bandbreite reicht von Hörls schwarzem Kunststoff-Neufundländer, der den Eingang bewacht, bis hin zu den beweglichen Steinskulpturen von Uli Hochmann. Nicht nur die minimalistischen Formen, die an der Unterseite abgerundet sind, auch das poröse und brüchige Material Nagelfluh ist dort mehr als ungewöhnlich.

Katja Sebald

januarnullzehn: im Marstall Berg ist nur an diesem Wochenende an Mühlgasse 7 in Berg zu sehen: Samstag/Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr.

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