Kanalnetz ab 2014 in einer Hand

Landkreis - Mehr Kompetenz und vor allem stabile Gebühren: Das verspricht der Abwasserverband Starnberger See, nachdem ihm die Kommunen ihre Kanalnetze übertragen haben.

Der Beschluss der Abwasserverbandssitzung war einstimmig: Ab 1. Januar 2014 ist der Verband allein verantwortlich für das Kanalnetz der acht Gemeinden rund um den Starnberger See. Im Verlauf der letzten zwei Monate des vergangenen Jahres hatten bereits sämtliche Gemeinde- und Stadträte zugestimmt. Nur fünf Mandatsträger hätten dagegen gestimmt, berichtete der Verbandsvorsitzende, Bergs Rathauschef Rupert Monn.

Der einstimmige Beschluss überraschte und freute Monn sehr. Es verschlug ihm die Stimme. Das Votum zeigte, dass die Informationskampagne des Verbandes - Geschäftsführer Norbert Impelmann und seine Mitarbeiter waren je zweimal in allen Gemeinderäten, um das Konzept zu erklären - erfolgreich war.

Die Vorteile für den Bürger skizzierte Geschäftsführer Norbert Impelmann noch einmal. Neben der professionellen Betreuung gehe es vor allem um die Gebührensicherheit: „Es wäre ausnahmslos teurer, wenn die Kanäle bei den Kommunen blieben.“ Für die Gemeinden lohne es sich, weil nun der Verband die anstehenden Aufgaben wie die Beseitung des nicht erwünschten Wassers im Kanalnetz angreife. Bis Ende 2013 muss der Verband zusätzliches Personal einstellen, mehr Platz für die Mitarbeiter schaffen und Gebühren, Beiträge und die neu einzuführende Regenwassergebühr berechnen. Auch in der Verwaltung müssen die Abläufe verändert werden, etwa in der Archivierung. „Das ist ein sportlicher Terminplan“, räumte Impelmann ein. Deshalb werde sich der Verband professionelle Hilfe von einem externen Projektmanager und einer Unternehmensberatung holen. Der Abwasserverband betreut ab Januar nächsten Jahres 586 Kilometer Kanalnetz, sämtliche Hausanschlüsse, zehn Hebeanlagen und die verbandseigene Kläranlage.

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