Kirchplatz-Umbau auf Eis gelegt

Starnberg - Der Umbau des Starnberger Kirchplatzes ist auf Eis gelegt. Mit 15:14 Stimmen hat der Stadtrat das Projekt aus dem Haushalt 2010 gestrichen.

Da konnte sich die CSU noch so sehr ins Zeug legen und versuchen, den Kollegen eine goldene Brücke für die Zustimmung zu bauen. Selbst drei Mitglieder der BLS/WPS-Fraktion, die bisher mit CSU und FDP an einem Strang gezogen hatten, verabschiedeten sich von dem Umbau.

Ludwig Jägerhuber (CSU) hatte noch einmal darauf hingewiesen, dass auch Starnberg die Pflicht habe, etwas für die Konjunktur zu tun, es der Stadt also gut zu Gesicht stünde, die vom Bund zugesagten Mittel aus Konjunktur- und Städtebauförderung in Höhe von 580 000 Euro tatsächlich zu investieren. Die Stadt habe bereits genug investiert – ins Jugendzentrum, Museum, Bauhof und Gymnasium – hielt Jürgen Busse (UWG) entgegen. Er fürchtet zu viele weitere Schulden.

Bernd Beigel (CSU) verstand die Welt nicht mehr. Hatte man zuvor doch in nichtöffentlicher Beratung mit Mehrheit beschlossen, die Einnahmen 2010 aus der Gewerbesteuer geringfügig anzuheben, die Ausgaben für einen Grundstückskauf auf zwei Jahre zu verteilen, um so fast zwei Millionen Euro mehr zur Verfügung zu haben: „Die Stadt hat nicht viel Gesicht. Wenn wir jetzt nicht die Chance ergreifen, was zu verbessern, werden wir es in den nächsten zehn Jahren auch nicht tun.“

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