Die Entwickler und ihr Produkt (v.l.): Dr. Ronald Patton, Thomas Schally (Gesellschafter), Peter Rhomberg, Elke Martin und Bernhard Martin (Gesellschafter), Astrid Kornelius und Matthias Schneider. Foto: jaksch

Kleines Gerät mit großer Wirkung

Weßling - Es ist erstaunlich klein, kompakt und flexibel - das neue dezentrale Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung der bluMartin GmbH in Weßling.

Die Präsentation des Geräts lockte am Freitag zahlreiche Interessenten in das Weßlinger Gewerbegebiet - Christoph Winkelkötter von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises ebenso wie Architekten, Installateure und auch Hauseigentümer.

Das Thema energieneutrales Wohnen beschäftigt Ingenieur Bernhard Martin schon seit Studentenzeiten. Als er vor zwölf Jahren vom Prinzip Passivhaus in der Zeitung las, dauerte es nur vier Jahre, bis sein Unternehmen das erste Betriebsgebäude in dieser Bauweise im Landkreis bezog. Doch bald erkannte der Tüftler mit rund 50 angemeldeten Patenten, dass ein Passivhaus mit zentralem Belüftungssystem seine Tücken hat. Das Gebäude muss um die Anlage herum konstruiert werden, diese lässt sich nicht bedarfsgerecht steuern. Denn sie läuft in allen Räumen gleichmäßig, egal ob sich 30 oder eine Person im Haus befinden, ob es Tag ist oder Nacht.

Martin und Ehefrau Elke, Partner Thomas Schally und das Unternehmensteam begannen im Frühjahr mit Unterstützung des bayerischen Wirtschaftsministeriums mit der Forschung. Das Ergebnis ist ein intelligentes, dezentrales Lüftungsgerät mit Sensoren für CO2, Feuchtigkeit und Temperatur. Das 1480 Euro teure Gerät eignet sich für den Einbau in Passiv-, Niedrigenergiehäuser und modernisierte Gebäude und sorgt für drei Personen oder in einem 80 Quadratmeter Wohnraum für frische Luft. Allergiker bleiben von Feinstaub verschont, Schimmelbildung und Energie verschwendendes Lüften gehören der Vergangenheit an.

„Würde die Hälfte der Bundesbürger ein Frischluftsystem nutzen, könnte der CO2-Ausstoß Deutschlands um vier Prozent verringert werden“, glaubt Martin.

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