Drei Bewerber, zwei gehen in die Stichwahl: Feldafings Bürgermeister Bernhard Sontheim (l.) und seine Herausforderer Anton Maier (r.) und Roger Himmelstoß (hi.) verfolgten die Ergebnisverkündung live im Bürgersaal. Foto: jaksch

Sontheim vs. Himmelstoß: Entscheidung in Stichwahl

Feldafing - Feldafings Bürgermeister Bernhard Sontheim (45,75 %) muss in die Stichwahl gegen seinen CSU-Konkurrenten Roger Himmelstoß (33,98 %). Anton Maier (Grüne/20,28 %) ist aus dem Rennen.

Bernhard Sontheim (Bürgergruppe) wirkte etwas niedergeschlagen. Das Weißbierglas hatte er gerade leergetrunken, als es Gewissheit war: Feldafings Bürgermeister erhielt im ersten Wahlgang 45,75 Prozent (995 Stimmen) und muss in die Stichwahl gegen seinen ärgsten Widersacher, den CSU-Kandidaten Roger Himmelstoß, auf den 739 Stimmen entfielen (33,98 Prozent).

„Natürlich habe ich gehofft, es direkt zu schaffen, aber auch damit gerechnet, dass es so kommen würde, weil meine beiden Herausforderer einen sehr guten und fairen Wahlkampf gemacht haben“, sagte der Amtsinhaber mit ruhiger Stimme.

So wurden aus drei Bewerbern um den Chefsessel im Rathaus zwei, denn Anton Maier (Grüne) war mit seinem Resultat von 20,28 Prozent (441 Stimmen) aus dem Rennen - und enttäuscht. „Ich habe schon mit einem besseren Ergebnis an die 30 Prozent gerechnet, aber offensichtlich gibt es im doch recht wohlhabenden Feldafing keinen großen Wunsch nach Veränderungen“, so Maier, der im Endergebnis einen „eindeutigen Amtsbonus“ herausgelesen hat.

Obwohl Verlierer, war Maier ein begehrter Mann am Sonntagabend im Bürgersaal. Die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger attestierte dem Grünen-Kandidaten „doch ein gutes Ergebnis“. Der wollte sich damit aber nicht zufrieden geben, sich „erst sortieren“ und vorerst keine Wahlempfehlung aussprechen. Doch eines habe er in den zahlreichen Gesprächen mit seinen Wählern schon herausgehört: „Es gibt unter den Grünen in Feldafing große Vorbehalte gegen den Gegenkandidaten der CSU.“

Das nahm Roger Himmelstoß zur Kenntnis und blies zum Angriff: „Unser erstes Ziel Stichwahl haben wir erreicht, jetzt werden wir in den nächsten zwei Wochen weiter aktiv versuchen, die Bürger zu überzeugen.“

Mit einer Wahlbeteiligung von 65,03 Prozent (2179 Stimmen von 3351 Wahlberechtigten) liegt Feldafing deutlich über dem bayerischen Schnitt. „Das zeigt, wie groß das Interesse, sich zu beteiligen, bei uns ist“, so Sontheim, der wie Himmelstoß dazu aufrief, in zwei Wochen zur Stichwahl zu gehen. Dann treffen die beiden Widersacher von Bürgergruppe und CSU im direkten Duell gegeneinander an, was keine allzu große Überraschung ist.

tki

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