Auch der Landrat fährt gerne E-Auto, wie 2010 bei der Eröffnung der Elektrotankstelle beim TÜV in Starnberg. foto: svj

Kompetenzzentrum fürs E-Auto?

Landkreis - Im Landratsamt Starnberg fand die Verkehrskonferenz 2014 unter dem Motto „Elektromobilität“ statt. Über 100 Teilnehmer waren dabei und diskutierten angeregt.

Um darüber zu beratschlagen, wie man die E-Mobilität auch im Fünfseenland attraktiver machen kann, haben sich auf der Verkehrskonferenz „Elektromobilität" ins Landratsamt mehr als 100 Teilnehmer getroffen. Mit dabei waren unter anderem Landrat Karl Roth, Dr. Ute Eiling-Hütig, Bürgermeister Rupert Monn aus Berg und Starnbergs Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger. Neben dem i3 war es den Teilnehmern möglich, zwei weitere Elektro-Autos verschiedener Hersteller direkt vor Ort zu begutachten.

Was sich im Landkreis im Bereich Elektromobilität bereits getan hat, stellte unter anderem Wolf-Michael Dehnert vor, Initiator der e-mobilen Sternfahrten und des E-Stammtisches jeden Monat in Herrsching. Die Sternfahrt war auch 2013 gut besucht. Dehnert: „Die Leute kamen mit dem Auto, dem Roller, dem Fahrrad oder einfach zu Fuß.“ Bei dieser Gelegenheit lud der Initiator auch zur nächsten Sternfahrt am 10. Mai ein. Wo sieht er Handlungsbedarf? „Wir müssen die generelle Öffentlichkeit, die Auto-Firmen und die Kommunen mehr ansprechen.“ Es könnte beispielsweise einen entsprechenden Bürgerbus geben.

Über die eRUDA, elektrisch rund um den Ammersee, berichtete Initiator Werner Hillebrand-Hansen: „Wir haben mehr Teilnehmer als zugelassene Fahrzeuge im Landkreis.“ Immerhin, 65 Elektro-Autos sind im Landkreis gemeldet. Auch Hillebrand-Hansen rät: „Raus aus den Showrooms und hin zu den Bürgern.“ Gebraucht würden Vorbilder. Hansen selbst fährt seit August ein E-Mobil. Auch weite Strecken, wie nach Barcelona und zurück, habe er damit zurückgelegt. Hansen spricht sich für mehr Lademöglichkeiten im Landkreis aus: „Bei Parkhäusern, Gaststätten, Hotels und Einkaufszentren.“

Ein Kompetenzzentrum, um die verschiedenen Interessen, Innovationen und Ideen zu bündeln, regte schließlich Unternehmer Christoph Rösch aus. „Wir haben tolle Unternehmen hier, die sich alle im weitesten Sinne mit diesem Thema beschäftigen“, so Rösch. Landrat Roth machte ihm Hoffnung: „Ich kann mir vorstellen, dass ein Kompetenzzentrum im Landkreis funktioniert.“

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